AKF-Verfahren für viele Branchen interessant

Dass das ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF) mehr kann, als Anschauungsmuster additiv zu fertigen und Spritzgießteile zu individualisieren, demonstriert ARBURG auf der formnext 2018 mit seinen freeformern 200-3X und – neu – 300-3X. Sie verarbeiten Originalkunststoffe additiv zu „echten“ Funktionsbauteilen. Das auf Standardgranulaten basierende offene System ist daher für viele Branchen interessant.

Die Praxis-Erfahrungen mit dem freeformer und AKF-Verfahren belegen deutlich, dass sich das offene System besonders für die industrielle additive Fertigung von Funktionsbauteilen eignet.

freeformer für kleine bis mittlere Serien geeignet

Prototypen lassen sich mit dem freeformer relativ schnell in kleine bis mittlere Serien überführen und die Time-to-Market beschleunigen, ohne auf den zeit- und kostenaufwendigen Faktor Werkzeug angewiesen zu sein. Die Funktionsbauteile entstehen aus dem gleichen Material und in gleicher Form (Granulat), wie sie auch später für die Großserie beim Spritzgießen verwendet werden können.

Industrielle Anwendungen

Hinsichtlich Branchen und Einsatzbereiche sind dem freeformer kaum Grenzen gesetzt. Für die industrielle Anwendung sind z. B. individuelle Kunststoffteile (Konsumgüter), medizinische Einzelteile (Implantate), Vorserien in kleinen Stückzahlen (Automobilbau) sowie funktionale Ersatzteile (Luftfahrt) interessant. Darüber hinaus eignen sich Maschine und Verfahren dazu, z. B. kostengünstig Betriebsmittel wie Montagevorrichtungen und Greifer für die Automation schnell und flexibel zu fertigen. Darüber hinaus kann der freeformer auch schnell und flexibel Betriebsmittel wie etwa individuelle Montagevorrichtungen oder Greifer für Robot-Systeme fertigen.

Prädestiniert für die Medizintechnik

Gerade in der Medizintechnik spielt die Individualisierung von funktionsfähigen Einzelteilen in gleichbleibend hoher Qualität eine herausragende Rolle. So können z. B. Implantate wie Schädel-, Wangen- oder Fingerknochen individuell auf die zu behandelnde Einzelperson abgestimmt und passgenau hergestellt werden, z. B. aus medizinischem PLLA (Purasorb 18). Zudem lassen sich individuelle dreidimensionale Patientenvorlagen und Trainingsmodelle für Operationen erstellen sowie individuelle Säge- und Bohrschablonen aus PA und Probeimplantate. Die Fertigung von Hart-Weich-Verbindungen oder die Verarbeitung weiterer flexibler Materialien wie z. B. TPE-U (Medalist) erweitert das Einsatzspektrum für die Medizintechnik.

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