ARBURG freeformer: Additive Fertigung von Funktionsbauteilen

Das ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF) und der freeformer sind für die industrielle additive Fertigung ausgelegt. Ein veritabler Fortschritt für die Erweiterung des Materialspektrums ist aktuell die Qualifizierung von Standard-PP und der Entwicklung eines zugehörigen neuen Stützmaterials.

Offenes System

Das offene System macht freeformer Kunden unabhängig

Das offene System macht freeformer Kunden unabhängig: Sie können ihr eigenes Originalmaterial qualifizieren und die Prozessparameter gezielt auf ihre jeweilige Anwendung optimieren. Alle Prozessdaten lassen sich speichern und analysieren sowie Designs schnell optimieren, um schnell und wirtschaftlich Prototypen und Funktionsbauteile zu produzieren. Im Vergleich zum Spritzgießen werden Bauteildichten von bis zu 95 % und Zugfestigkeiten von bis zu 97 % erreicht.

Fakuma 2017: Kabelklemmen

Am Beispiel funktionsfähiger Kabelklemmen wird erstmals die Verarbeitung von teilkristallinem PP (Moplen) und neuem Stützmaterial armat 12 vorgestellt. Das Bauteil demonstriert eindrucksvoll den industriellen Anspruch des AKF-Verfahrens: Die filigranen und dennoch belastbaren Strukturen verfügen über den spritzgießtypischen Klick-Effekt.

Breites Materialspektrum

Das Materialspektrum für den freeformer wird kontinuierlich erweitert und umfasst u. a. folgende Werkstoffe:

  • amorphe Standardgranulate wie PA, ABS, PC
  • elastisches TPE und TPU
  • Hochtemperaturkunststoff PEI (Ultem 9085)
  • medizinisches PLA (Resomer)
  • für die Luftfahrt zugelassenes PC (Lexan 940)
  • neu: teilkristallines PP (Moplen)

Das Materialspektrum für den freeformer wird kontinuierlich erweitert

Stützmaterialien

Bei der Entwicklung neuer Stützmaterialien arbeitet ARBURG u. a. mit Hochschulen und renommierten Materialpartnern zusammen:

  • armat 11, wasserlöslich, für Standardanwendungen
  • armat 12, wasserlöslich, speziell für PP
  • armat 21, laugenlöslich, z. B. für PEI geeignet

Arburg Prototyping Center

Seit dem Frühjahr 2017 ist in Loßburg das ARBURG Prototyping Center in Betrieb, um bei Kaufinteresse vorab zu prüfen, ob das AKF-Verfahren für das gewünschte Bauteil, Material und Anwendung tatsächlich geeignet ist. Sechs freeformer, davon jeder mit einem anderen Kunststoffgranulat bestückt, produzieren zu diesem Zweck praktisch rund um die Uhr Musterteile.

Dieser Artikel erscheint in Zusammenarbeit mit der Firma ARBURG für die ARBURG Themenwoche 2017 auf kunststoff-zeitschrift.at. Text und Fotos wurden von der Firma ARBURG zur Verfügung gestellt.