Borealis als Vorreiter bei Förderung der Kreislaufwirtschaft für Polyolefine

Im Rahmen ihres Kreislaufwirtschaftspakets hat die Europäische Kommission anspruchsvolle Ziele für die Kunststoffindustrie vorgegeben: Bis 2025 müssen 55 % des Kunststoffverpackungsmülls wiederverwendbar und recyclebar sein. Die Branche hat erkannt, dass dieses Ziel nicht mit einem „Business-as-usual“-Ansatz erreicht werden kann. Frische Ansätze und eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind gefragt.

Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, hat auf diese Herausforderung mit zwei wichtigen Schritten reagiert. So beteiligte sich Borealis durch die Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Kunststoffindustrie an der Initiierung der „Polyolefin Circular Economy Platform“ (PCEP), die im Oktober 2016 von drei Organisationen der Kunststoffindustrie ins Leben gerufen wurde: PlasticsEurope, European Plastic Converters (Verband der europäischen Kunststoffverarbeiter) und European Plastic Recyclers (Verband der europäischen Kunststoffrecycler).

Als Interessensvertretung macht es sich die Plattform zur Aufgabe, Hindernisse und Chancen zur Förderung von Recycling in Europa zu identifizieren sowie die Versorgung des europäischen Markts mit hochwertigen Recyclingkunststoffen sicherzustellen. Ziel ist es, die Ressourceneffizienz von Kunststoffen zu steigern, ihre Wiederverwertung sicherzustellen und den Austritt von Abfällen in die Weltmeere zu verhindern. Die PCEP wird mit einem Fünf- bis Zehnjahreshorizont arbeiten, um effektive und wissenschaftlich fundierte Lösungen zu liefern.

Alfred Stern, Borealis Vorstandsmitglied für Polyolefine und Innovation & Technologie | Foto: Borealis

Alfred Stern, Borealis Vorstandsmitglied für Polyolefine und Innovation & Technologie | Foto: Borealis

Um die Arbeit der PCEP zu unterstützen, ist Borealis außerdem als erster Produzent von Prime-Kunststoffen der „New Plastics Economy“-Initiative beigetreten. Dieses Projekt wird von der Ellen MacArthur-Stiftung geleitet und vereint eine breit gefächerte Gruppe von Stakeholdern aus Unternehmen, Städten, Philanthropen, politischen Entscheidungsträgern, Akademikern, Studenten, NGOs und Vertretern der Bevölkerung.

Im Verlauf der nächsten drei Jahre will die Initiative die Zukunft von Kunststoffen neu gestalten und setzt zu diesem Zweck bei Verpackungen an. Sie wird die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette vorantreiben, Innovationen lenken, um effektive Märkte zu schaffen, „Moonshot“-Innovationen fördern und überzeugende Beweise ausarbeiten, um Verbesserungen zu bewirken sowie eng mit Interessensgruppen zusammenzuarbeiten.

„Borealis sieht sich dazu verpflichtet, die Möglichkeiten, die sich im Rahmen der Kreislaufwirtschaft bieten, zu entdecken und zu nutzen. Daher freuen wir uns über unser Mitwirken an PCEP und der ‚New Plastics Economy‘“, erklärt Alfred Stern, Borealis Vorstandsmitglied für Polyolefine und Innovation & Technologie. „Diese Initiativen werden eine wichtige Rolle dabei spielen, sämtliche Interessensgruppen zu einer engeren Zusammenarbeit zu bewegen und Grenzen zu durchbrechen, um die Kreislaufwirtschaft in die Tat umzusetzen und die Ziele der Europäischen Kommission bis 2025 zu erreichen.“