ReFresher von Erema sorgt für geruchsneutrales Rezyklat

Der neue ReFresher eliminiert Gerüche, die von migrierten Substanzen hervorgerufen werden. Foto: Erema

Der neue ReFresher eliminiert Gerüche, die von migrierten Substanzen hervorgerufen werden.
Foto: Erema

Erema hat mit der Vorstellung des ReFreshers auf der K 2016 einen Durchbruch im Post Consumer Bereich geschafft: die Geruchsneutralität der Rezyklate eröffnet Recyclern und Produzenten eine Fülle an neuen Absatzmärkten. Ab sofort steht den Kunden von Erema ein mobiler ReFresher für Versuchszwecke zur Verfügung, um orientierende Materialversuche vor Ort durchzuführen. Das Investment ist somit exakt auf die Geruchsanforderungen der gewünschten Endanwendung zugeschnitten.

Post Consumer Material, speziell Verpackungsabfall aus dem Haushaltsbereich, gilt aufgrund der Verunreinigungen und des schwankenden Verschmutzungsgrades als schwierig zu recycelnder Kunststoff. Diese Verunreinigungen verursachen häufig einen unangenehmen Geruch bei den Rezyklaten, wodurch die Verwendung für Endprodukte stark eingeschränkt wird.

„Wir haben frühzeitig das Potential vom kontinuierlich steigenden Verpackungsabfall erkannt und uns intensiv mit einer technischen Lösung des Geruchs beschäftigt. Wir bieten Recyclern und Produzenten mit dem ReFresher einen qualitativen Vorsprung, um sich am Markt mit geruchsneutralen Rezyklaten aus dem Haushaltsabfall zu etablieren“, ist sich Manfred Hackl, Erema CEO, sicher.

Der ReFresher eliminiert Gerüche, hervorgerufen durch migrierte Substanzen, also von Rückständen, die auf den Kunststoffmaterialien vorhanden sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Lebensmittelverschmutzung, Reste von Reinigungsmitteln oder etwa Kosmetika. Der ReFresher ist dem Extrusionsprozess nachgeschaltet und hält die Rezyklate auf der erforderlichen Temperatur, bei der flüchtige Stoffe effizient abgeführt werden. Je nach Endanwendung ist der ReFresher in verschiedenen Ausbaustufen erhältlich. Als zusätzliches Service bietet Erema ab sofort einen mobilen ReFresher für Versuche direkt beim Kunden an, um die Investition präzise auf die Anforderungen des Endprodukts anzupassen.

Der ReFresher baut auf der bewährten TVEplus-Technologie auf und bietet nun im Post Consumer Recycling – und hier selbst bei stark verschmutzten Verpackungsabfällen – erstmals filtrierte, entgaste und geruchsneutrale Rezyklate. Die INTAREMA TVEplus verhindert, dass unangenehme Gerüche während des Extrusionsprozesses entstehen. In herkömmlichen Prozessen entstehen diese zum Beispiel durch die Cellulose-Verschmutzung, wie Holz oder Papier, die während der Extrusion verbrennt und den Geruch auf den Kunststoff überträgt.

Die Kombination von ReFresher und der bewährten TVEplus-Technologie bietet selbst bei stark verschmutzten Verpackungsabfällen erstmals geruchsneutrale Rezyklate. | Foto: Erema

Die Kombination von ReFresher und der bewährten TVEplus-Technologie bietet selbst bei stark verschmutzten Verpackungsabfällen erstmals geruchsneutrale Rezyklate. | Foto: Erema

Das Zusammenspiel von Preconditioning Unit, Airflush-Technologie, einer geringen Schmelzetemperatur, effizienter Filtration und mehreren Entgasungsschritten sorgt für die Trennung der Cellulose-Partikel vom Kunststoff. „Am Ende des Extrusionsprozesses halten wir hochqualitatives Rezyklat in Händen, das bereits für sehr viele Anwendungen geeignet ist. Ich spreche etwa von Extrusionsprodukten wie Rohren oder Folien in der Abfall- oder Bauindustrie.

Der Geruch, hervorgerufen durch migrierte Substanzen, ist jedoch hartnäckiger. Endprodukte wie Kunststoffteile in Autos oder in Wohnräumen verlangen nach einem weiteren Recyclingschritt, um den Geruch zu neutralisieren. Und genau dafür haben wir den ReFresher entwickelt“, erläutert Clemens Kitzberger, Business Development Manager im Bereich Post Consumer bei Erema. Die TVEplus-Technologie ist alleine in Europa im Post Consumer Bereich mit einem Marktanteil von etwa 85 Prozent vertreten.

„Ich bin mir sicher, dass der ReFresher den Einsatz von Rezyklaten aus Post Consumer Material nochmals verstärken wird. Ob in Supermärkten oder in Wohnräumen – ich gehe davon aus, dass wir mit dieser Art von geruchsbehandeltem Rezyklat zukünftig häufiger in Berührung kommen“, so Clemens Kitzberger.