Coperion wird auf der Kunststoffmesse K 2025 in Düsseldorf (8.–15. Oktober 2025) innovative Lösungen zur Effizienzsteigerung bei Compoundierung und Recycling präsentieren. Im Fokus stehen optimierte Doppelschneckenextruder, digitale Wartungssysteme und neue Verfahren für hochwertige Recompounds.

Der Maschinenbauer zeigt auf dem Stand 14B19 in Halle 14 unter anderem den ZSK 58 Mc¹⁸ mit neuen Schneckenelementen für verschleißreduzierte Füllstoffverarbeitung sowie den STS 35 Mc¹¹ für die wirtschaftliche Masterbatch-Produktion. Ergänzt wird der Messeauftritt durch den Recycling-Pavillon im Außengelände, in dem der Filtrationscompounder ZSK FilCo vorgestellt wird.
Doppelschneckenextruder ZSK und STS: Leistungsstark, effizient und vielseitig
Coperion stellt auf der K 2025 zwei bewährte Extrudermodelle in den Mittelpunkt: den ZSK 58 Mc¹⁸ und den STS 35 Mc¹¹. Beide Doppelschneckenextruder zeichnen sich durch hohe Leistungsdichte, Prozessstabilität und Energieeffizienz aus. Der ZSK 58 Mc¹⁸, mit einem Schneckendurchmesser von 58 mm, erreicht Durchsätze von bis zu 2.500 kg/h. Sein Drehmoment liegt bei 18 Nm/cm³. Coperion zeigt diesen Extruder in einer neuen Ausführung mit speziell entwickelten Schneckenelementen für die Verarbeitung von Füllstoffen. Diese Innovation reduziert den Verschleiß in der Aufschmelzzone und ermöglicht gleichzeitig höhere Durchsatzraten.
Der STS 35 Mc¹¹ ist für die Produktion anspruchsvoller Masterbatches konzipiert. Er erzielt Durchsätze von bis zu 300 kg/h und basiert auf einem Drehmoment von 11,3 Nm/cm³. Die dichtkämmenden Doppelschnecken sorgen für eine absolut gleichmäßige Verteilung der Rezepturbestandteile. Die Bauweise des STS ist kompakt, mit glatten Maschinenelementen, die eine schnelle und hygienische Reinigung bei Rezepturwechseln ermöglichen. Coperion präsentiert den STS 35 Mc¹¹ auf der Messe gemeinsam mit einem volumetrischen AccuRate® Series 602 Dosierer.
Beide Extruder überzeugen laut Coperion mit einem hohen Automatisierungsgrad, geringem Energieverbrauch und einer herausragenden Compoundqualität. Die Kosten pro produziertem Kilogramm Compound sind dadurch vergleichsweise niedrig. In der Summe sorgt dies für eine schnelle Amortisation der Investition und eine hohe Anlagenverfügbarkeit.
Digitale Services: C-BEYOND Lifecycle-Manager und Condition Monitoring
Mit der Erweiterung seiner digitalen Plattform C-BEYOND unterstreicht Coperion seinen Fokus auf intelligente Instandhaltung und Anlagenüberwachung. Der neue Lifecycle-Manager innerhalb von C-BEYOND ermöglicht eine vorausschauende Planung von Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Basierend auf den Betriebsstunden und Leistungsdaten aller verbauten Aggregate und Bauteile errechnet das System anstehende Servicebedarfe und meldet diese frühzeitig. Beispielsweise löst das System automatisch eine Benachrichtigung aus, wenn beim Getriebe ein Service ansteht.

„Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten lassen sich mit dem Lifecycle-Manager einfach bündeln und vorausschauend terminieren, so dass sie die hohe Produktivität der Coperion Extruder geringstmöglich beeinträchtigen“, heißt es von Seiten des Unternehmens. Durch die automatische Dokumentation jeder Servicemaßnahme entsteht über die Jahre eine aufschlussreiche Wartungshistorie. Erste Pilotanlagen zeigen laut Coperion deutliche Verbesserungen der Overall Equipment Effectiveness (OEE).
Ergänzend präsentiert Coperion das neue Condition Monitoring System für den ZSK 58 Mc¹⁸. Dieses überwacht kontinuierlich Schwingungen an Motor, Getriebe und Verfahrensteil sowie den Ölzustand des Getriebes. Mithilfe von Sensoren können erste Anomalien im Betriebsverlauf frühzeitig erkannt werden. In Verbindung mit einem Service Agreement übernimmt Coperion die Remote-Überwachung der erfassten Daten und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. Das Condition Monitoring System lässt sich sowohl in neue als auch bestehende Anlagen integrieren.
Recycling: ZSK Extruder mit hoher Materialeffizienz
Im Außengelände der K 2025 (Recycling-Pavillon FG/CE07) demonstriert Coperion die besonderen Eigenschaften seiner Doppelschneckenextruder im Kunststoffrecycling. Im Vergleich zu den im Recycling häufig eingesetzten Einschneckenextrudern bieten die ZSK Modelle ein intensives Mischverhalten, eine starke Entgasungsleistung sowie einen hohen mechanischen Energieeintrag. Die kurze Verweilzeit im Verfahrensteil ermöglicht eine schonende und gleichzeitig energieeffiziente Verarbeitung von Kunststoffabfällen.
Beim Recycling von expandierbarem Polystyrol (EPS) ist es möglich, bis zu 30 % Altware in den Produktionsprozess einzuarbeiten, ohne Kompromisse bei der Produktqualität einzugehen. Auch bei PET bietet Coperion leistungsfähige Lösungen. In Kombination mit der Bottle-to-Bottle-Technologie und dem SSP-Reaktor (Solid State Polykondensation) entstehen Rezyklate, die von der EFSA und der FDA für den Lebensmittelkontakt zugelassen sind – zudem sind sie „Brand Owner Approved“. Eine bestehende Referenzanlage mit einem ZSK 133 Mc¹⁸ erreicht Durchsätze von 6.500 kg/h. Mit weiteren Prozessanpassungen sind bis zu 10 t/h möglich.
Ein weiteres Messehighlight ist der ZSK FilCo Filtrationscompounder. Dieser wurde speziell für den kombinierten Einsatz von Filtration und Compoundierung entwickelt. Der gesamte Prozess erfolgt in einem Verfahrensschritt, wodurch der Kunststoff nur einmal aufgeschmolzen werden muss. Im Vergleich zu zweistufigen Produktionslinien reduziert sich der Platzbedarf deutlich. Gleichzeitig wird eine hohe Compoundqualität bei sehr guter Energieeffizienz erzielt.