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ELECTRO-Projekt treibt elektrifiziertes Kunststoffrecycling voran

18. Dezember 2025 von Birgit Fischer

Das von der Europäischen Union finanzierte Projekt ELECTRO vereint führende Forscher, Universitäten, Forschungsinstitute und Industriepartner, um elektrifiziertes chemisches Recycling für schwer recycelbare Kunststoffabfälle weiter voranzubringen. Ziel des Konsortiums ist es, innovative Verfahren für ein klimaneutrales, kreislauffähiges Kunststoffsystem in Europa zu erproben und in Richtung industrieller Anwendung zu entwickeln.

Pyrolyseölproben aus Kunststoffabfällen sind Teil der Arbeiten von Borealis im Projekt ELECTRO. | Foto: Borealis
Pyrolyseölproben aus Kunststoffabfällen sind Teil der Arbeiten von Borealis im Projekt ELECTRO. | Foto: Borealis

Borealis ist als Partner von ELECTRO an diesen Arbeiten beteiligt und bringt seine Expertise im chemischen Recycling sowie in der Polyolefin-Forschung ein. Der Fokus liegt auf der Umwandlung gemischter und schwer recycelbarer Kunststoffabfälle in hochwertige Olefine unter Einsatz erneuerbarer Energie, um Kreislaufwirtschaft im industriellen Maßstab zu ermöglichen.

Elektrifiziertes chemisches Recycling als Kern von ELECTRO

Im Zentrum von ELECTRO steht der Einsatz elektrifizierter thermochemischer Verfahren, mit denen gemischte und schwer recycelbare Kunststoffabfälle verarbeitet werden sollen. Dazu zählen unter anderem mehrschichtige Verpackungen und stark verunreinigte Kunststoffe, die für mechanisches Recycling nur eingeschränkt geeignet sind. Ziel ist es, diese Abfallströme in hochreine Olefine wie Ethylen und Propylen umzuwandeln, die als Basischemikalien für neue Kunststoffe dienen.

Ein wesentlicher Ansatz des Projekts ist die Nutzung erneuerbarer Elektrizität anstelle fossiler Energiequellen. Dadurch soll der Recyclingprozess deutlich emissionsärmer gestaltet werden. Nach Angaben des Konsortiums kann so eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um bis zu 90 Prozent erreicht werden. ELECTRO leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der europäischen Ziele in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung.

Borealis verantwortet Arbeiten zu kreislauffähigen Rohstoffen

Borealis übernimmt im Rahmen von ELECTRO eine führende Rolle und leitet ein Arbeitspaket zur Nutzung kreislauffähiger Rohstoffe im Steamcracking. Der Fokus liegt darauf, zu untersuchen, inwieweit aus Kunststoffabfällen gewonnene Rohstoffe für bestehende industrielle Prozesse geeignet sind. Dabei bringt das Unternehmen seine Erfahrung aus dem chemischen Recycling und der Polyolefin-Forschung ein.

Zu den zentralen Aufgaben zählen die Evaluierung von Pyrolyseöl sowie dessen Fraktionen und die Optimierung entsprechender Kohlenwasserstoffgemische für das Cracken im industriellen Maßstab. Darüber hinaus arbeitet Borealis an Cracking-Strategien für unterschiedliche Pyrolyseöl-Qualitäten. Maßnahmen wie Vorfraktionierung, fortschrittliche Filtration und systematische Qualitätsbewertung sollen dazu beitragen, die Prozessstabilität und Effizienz zu verbessern.

Reale Abfallströme durch Verbindung mit Project STOP

Ein wesentliches Merkmal von ELECTRO ist die Nutzung realer Abfallströme für Forschungs- und Testzwecke. Borealis verknüpft das Projekt mit Project STOP, einer international anerkannten Abfallwirtschaftsinitiative, die 2017 gemeinsam mit Systemiq ins Leben gerufen wurde. Ziel von Project STOP ist der Aufbau funktionierender Abfallmanagementsysteme, insbesondere in Regionen ohne etablierte Sammel- und Verwertungsstrukturen.

Die im Rahmen von Project STOP in Indonesien gesammelten Kunststoffabfälle aus Haushalten werden in den Forschungsarbeiten von ELECTRO eingesetzt. Auf diese Weise kann das Konsortium prüfen, wie sich elektrifiziertes chemisches Recycling für besonders heterogene und geringwertige Abfallströme eignet. Die Tests unter praxisnahen Bedingungen sollen belastbare Aussagen zur industriellen Umsetzbarkeit der entwickelten Technologien ermöglichen.

Wissenschaft und Industrie im ELECTRO-Konsortium

ELECTRO vereint eine breite Partnerschaft aus Wissenschaft und Industrie. Neben Industrieakteuren sind renommierte Universitäten wie die Universität Gent sowie Forschungsinstitute Teil des Konsortiums. Diese Struktur ermöglicht es, Grundlagenforschung, Prozessentwicklung und industrielle Anforderungen eng miteinander zu verknüpfen.

Die Zusammenarbeit ist darauf ausgerichtet, neue Recyclingtechnologien nicht nur theoretisch zu bewerten, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu betrachten. Durch die Kombination aus wissenschaftlicher Analyse und industrieller Perspektive sollen Lösungen entstehen, die sowohl technologisch belastbar als auch wirtschaftlich anschlussfähig sind.

„Bei Borealis setzen wir auf Innovation und starke Partnerschaften, um Kreislauflösungen zu skalieren. Gemeinsam mit unseren Partnern im Projekt ELECTRO zeigen wir, wie elektrifiziertes chemisches Recycling selbst anspruchsvolle Abfallströme in wertvolle Ressourcen verwandeln kann“, erklärt Manjunath Patil, Senior Engineer Innovation & Technology bei Borealis.

Auch aus Sicht der wissenschaftlichen Koordination wird der Ansatz hervorgehoben. „ELECTRO verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit Tests in der Praxis. Unsere Zusammenarbeit mit Borealis – und die Verwendung von Materialien, die von Project STOP stammen – demonstriert, wie sektorübergreifende Innovationen skalierbare Lösungen für Industrie und Gesellschaft erschließen können“, sagt Kevin Van Geem, Professor an der Universität Gent und Koordinator des Projekts ELECTRO.

Kategorie: Kreislaufwirtschaft, News Stichworte: ELECTRO, Kreislaufwirtschaft, Pyrolyseöl, Recycling, Steamcracking

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