Der VDMA Österreich richtet erstmals einen digitalen Umwelttag aus, der den Umweltschutz im Maschinen- und Anlagenbau in zwei Sessions systematisch aufgreift. Expertinnen und Experten aus Verband, Ministerium und Industrie erläutern zentrale regulatorische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf betriebliche Abläufe und produktspezifische Anforderungen.

Dazu gehören europäische Vorgaben, nationale Maßnahmen sowie Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis, die die Breite der aktuellen Anforderungen sichtbar machen. Der Umwelttag schafft damit einen kompakten Überblick über die relevanten Themenfelder und adressiert die gesamte Bandbreite des Umweltschutzes im Maschinen- und Anlagenbau.
Umwelttag: Entwicklungen im betrieblichen Umweltschutz
In der ersten Session eröffnet Simon Fleischmann vom VDMA Österreich die Veranstaltung mit einer Begrüßung und den kartellrechtlichen Hinweisen. Diese Einführung bildet den Rahmen für die darauf folgenden Fachbeiträge. Anschließend erläutert Svenja Heinrich, Teamleiterin VDMA Umwelt und Nachhaltigkeit, ob ein „Umweltomnibus“ eine steuernde Alternative zu einem „Regulierungstsunami“ darstellen könnte und welche Vorhaben aktuell in Brüssel geplant sind. Damit erhalten die Teilnehmenden eine strukturierte Einordnung der übergeordneten europäischen Entwicklungen im betrieblichen Umweltschutz.
Darauf folgt Andre Koring, VDMA-Experte für betrieblichen Umweltschutz und Ressourceneffizienz, mit einem Beitrag zur EU-Verpackungsverordnung, in dem er Pflichten und deren Bedeutung für den Maschinen- und Anlagenbau erläutert. Ergänzend präsentiert Manfred Hackl, CEO der EREMA Group, praktische Erfahrungen aus dem betrieblichen Umweltschutz und zeigt, wie regulatorische Anforderungen im Unternehmen umgesetzt werden. Zum Abschluss vertieft Andre Koring den Schwerpunkt Immissionsschutz und adressiert damit einen weiteren zentralen Aspekt des betrieblichen Umweltschutzes im Maschinen- und Anlagenbau.
Umwelttag: Anforderungen im produktbezogenen Umweltschutz
Die zweite Session des Umwelttags konzentriert sich auf den produktbezogenen Umweltschutz und beginnt mit einem Überblick zur PFAS-Regulierung. DI Barbara Perthen-Palmisano vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) erläutert den nationalen Aktionsplan und die aktuellen Schritte zur europäischen Beschränkung. Diese Einführung zeigt die weitreichenden Auswirkungen auf Produktgestaltung und Stoffeinsatz.
Anschließend beschreiben Svenja Heinrich und Alena Knauz vom VDMA die relevanten Punkte der PFAS-Regulierung aus Sicht des Maschinen- und Anlagenbaus, sowohl im EU- als auch im Non-EU-Kontext. Daran schließt sich ein Beitrag von Svenja Heinrich zu aktuellen Entwicklungen bei EU-Stoffregulierungen an, wodurch weitere chemikalienbezogene Vorgaben beleuchtet werden. Den Abschluss bildet die Darstellung der EU-Batterieverordnung durch Alena Knauz, die zusätzliche produktspezifische Anforderungen hervorhebt. Teilnehmende können zudem Fragen bereits im Vorfeld einreichen, wodurch der interaktive Charakter des Umwelttags weiter gestärkt wird.
Überblick VDMA Österreich Umwelttag
Die Teilnahme am Umwelttag ist kostenfrei.
Datum: Mittwoch, 03.12.25
Uhrzeiten: 10:00–11:30 Uhr (betrieblicher Umweltschutz) und 13:00–14:30 Uhr (produktbezogener Umweltschutz)
Format: Online, zwei Sessions
Fragen können vorab eingereicht werden; Anmeldung zu den Sessions über die Veranstalterwebsite.