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Kreislaufwirtschaft als Schlüssel für Rohstoffsicherheit

3. Februar 2026 von Birgit Fischer

Die Kreislaufwirtschaft stand im Mittelpunkt eines Austauschs von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Vertreterinnen und Vertretern des Senats der Kreislaufwirtschaft sowie ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki. Diskutiert wurden die wirtschaftlichen Potenziale der Branche, ihre Rolle für nachhaltiges Wachstum und die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene.

Grüne Transformation: Kreislaufwirtschaft als Schlüssel. v.l. Christian Domany (Public Interest Consultants), Florian Kamleitner (ecoplus Plattformmanager Bioökonomie), Alfred Berger (NÖM), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Harald Hauke (ARA), Paul Lichtberger (REWE), Christian Lampl (Holcim / Geocycle), ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki. | Foto: NLK Pfeffer
Grüne Transformation: Kreislaufwirtschaft als Schlüssel. v.l. Christian Domany (Public Interest Consultants), Florian Kamleitner (ecoplus Plattformmanager Bioökonomie), Alfred Berger (NÖM), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Harald Hauke (ARA), Paul Lichtberger (REWE), Christian Lampl (Holcim / Geocycle), ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki. | Foto: NLK Pfeffer

Ausgangspunkt der Gespräche war die Frage, wie Rohstoffsicherheit, regionale Versorgung und wirtschaftliche Stabilität künftig gewährleistet werden können. Die jüngsten globalen Krisen haben gezeigt, wie rasch Lieferketten ins Stocken geraten und wie verletzlich importabhängige Systeme sind. Die Kreislaufwirtschaft wird vor diesem Hintergrund als strategischer Ansatz gesehen, um Reststoffe systematisch als Rohstoffe zu nutzen und Wertschöpfung im Land zu halten.

„Niederösterreich soll Zentrum der Kreislaufwirtschaft werden“

Die Landespolitik misst der Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen Weiterentwicklung Niederösterreichs bei. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner formulierte das Ziel klar: „Niederösterreich soll Zentrum der Kreislaufwirtschaft werden. Denn eine zirkuläre Wirtschaftsweise ist ein Schlüssel für nachhaltiges Wachstum und Rohstoffsicherheit.“ Damit wird die Kreislaufwirtschaft nicht als isoliertes Umweltthema, sondern als wirtschaftsstrategisches Instrument verstanden.

Diese Zielsetzung ist in eine breiter angelegte Wirtschaftsstrategie eingebettet. „Wir wollen die Ressourcen besser nutzen. Das heißt, wir legen auch mit unserer Wirtschaftsstrategie einen Fokus auf Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz“, so Mikl-Leitner. Um diese Schwerpunkte umzusetzen, sei eine enge und vertiefte Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Interessenvertretungen erforderlich. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die bisherige Kooperation mit dem Senat der Kreislaufwirtschaft und dankte diesem ausdrücklich für sein Engagement im Bundesland.

Kreislaufwirtschaft als industriepolitisches Wachstumsfeld

Aus Sicht der Industrie wird die Kreislaufwirtschaft als langfristiges Wachstumsfeld mit hoher wirtschaftlicher Relevanz bewertet. Harald Hauke, Vorstandssprecher der ARA AG, bezeichnete sie als „industriepolitisches Zukunftsfeld mit starkem Wachstum“. Niederösterreich verfüge über wesentliche Standortvorteile, um diese Entwicklung aktiv zu gestalten.

„Niederösterreich verfügt durch Fläche, Infrastruktur und funktionierende kommunale Strukturen über großes Potenzial, ein führender Standort für Sortierung, Upcycling und Recycling zu werden“, so Hauke. Die Kreislaufwirtschaft sei dabei bereits heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. „48.000 Arbeitsplätze und über 4 Milliarden Euro beträgt die Wertschöpfung bereits heute in Österreich.“ Der weitere Ausbau könne somit sowohl Beschäftigung sichern als auch die regionale Wertschöpfung nachhaltig stärken.

Rahmenbedingungen entscheiden über Umsetzungsgeschwindigkeit

Ein zentrales Thema des Austauschs waren die rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen für die Kreislaufwirtschaft. Diskutiert wurden unter anderem die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) sowie das Abfallwirtschaftsgesetz (AWG). Beide Regelwerke haben maßgeblichen Einfluss darauf, wie effizient Stoffkreisläufe geschlossen und Investitionen umgesetzt werden können.

Neben der Regulierung standen auch Fragen der Entbürokratisierung und der Investitionsförderung im Fokus. Der Senat der Kreislaufwirtschaft, getragen vom ARA Verein, versteht sich in diesem Zusammenhang als Plattform zur Vernetzung und Interessenvertretung. Er vereint 142 Unternehmen, die rund 140.000 Menschen in Österreich beschäftigen, und verfolgt das Ziel, den Übergang zu einer leistungsfähigen Kreislaufwirtschaft aktiv mitzugestalten.

Plattform für Green Transformation & Bioökonomie bündelt Umsetzung

Die operative Umsetzung der Kreislaufwirtschaft wird in Niederösterreich maßgeblich durch die Plattform für Green Transformation & Bioökonomie von ecoplus unterstützt. Mit ihr wird die Vision verfolgt, Niederösterreich zu einer europäischen Vorzeigeregion für Bioökonomie, grüne Transformation und zirkuläre Wirtschaft zu entwickeln. Bereits seit 2021 treibt die Plattform das Thema Kreislaufwirtschaft gezielt voran.

„Unser Ziel ist es, niederösterreichischen Betrieben den Einstieg in das komplexe Themenfeld der biobasierten und klimaneutralen Produktion zu erleichtern und hier Möglichkeiten und Chancen aufzuzeigen“, erklärte ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki. Die Kreislaufwirtschaft ist dabei eines der strategischen Handlungsfelder, ergänzt durch nachwachsende Rohstoffe, klimaneutrale Wertschöpfung sowie Bewusstsein und Kommunikation.

Konkret erfolgt die Arbeit der Plattform durch Information, Vernetzung und das Anregen von Kooperationen. Bereits in den ecoplus Clustern wurden Projekte wie TEX2MAT umgesetzt, bei denen Produktionsabfälle aus technischen Textilien und Miettextilien rezykliert wurden. Gemeinsam mit den Technopolen bilden die Plattformen und Cluster das Niederösterreichische Innovationsökosystem, ein von der Europäischen Union kofinanziertes Projekt.

Kategorie: Kreislaufwirtschaft, News Stichworte: Kreislaufwirtschaft, Niederösterreich, Ressourceneffizienz, Transformation

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