• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
  • Zur Fußzeile springen

Österreichische Kunststoffzeitschrift

Ihr Fachmagazin für Industrie und Forschung

  • Zeitschrift
    • Mediadaten
    • Themen 2026
    • Abonnement
    • Archiv
  • Kunststoff.direct
  • Messekalender
  • Stellenmarkt
    • Stellenangebote
    • Stellengesuche
  • Impressum
  • News-Archiv
    • 2017
    • 2018
    • 2019
    • 2020
    • 2021
    • 2022
    • 2023
    • 2024

Report zeigt Europas Schlüsselrolle bei Recyclingtechnologien

7. Januar 2026 von Birgit Fischer

Der Report „Mapping of Global Advanced Plastic Recycling Capacities“ des nova-Instituts weist Europa eine zentrale Rolle im globalen Markt fortschrittlicher Recyclingtechnologien für Kunststoffe zu. Grundlage der Analyse sind Daten zu 390 geplanten, installierten und in Betrieb befindlichen Anlagen weltweit, die nach Technologien, Kapazitäten sowie regionaler Verteilung ausgewertet wurden.

Der Report des nova-Instituts liefert den umfassendsten Überblick über den dynamischen globalen Markt fortschrittlicher Recyclingtechnologien. | Bild: nova Institut
Der Report des nova-Instituts liefert den umfassendsten Überblick über den dynamischen globalen Markt fortschrittlicher Recyclingtechnologien. | Bild: nova Institut

Die Auswertung zeigt, dass mechanisches Recycling allein nicht ausreicht, um alle Kunststoffabfallströme zu erfassen, und daher durch chemische und physikalische Recyclingtechnologien ergänzt werden muss. Vor diesem Hintergrund belegt der Report, dass ein erheblicher Teil der globalen Kapazitäten und Produktionsmengen in Europa angesiedelt ist und die Produktionskapazitäten für Polymere, Monomere und Naphtha aus fortschrittlichem Recycling bis 2031 deutlich wachsen sollen.

Recyclingtechnologien als notwendige Ergänzung zum mechanischen Recycling

Der Report des nova-Instituts ordnet fortschrittliche Recyclingtechnologien als komplementäre Lösung zum mechanischen Recycling ein. Mechanische Verfahren bleiben zwar relevant, sind jedoch nur eingeschränkt für gemischte und kontaminierte Kunststoffabfälle geeignet. Für diese Abfallströme sind zusätzliche Verfahren erforderlich, um Materialien weiterzuverwerten und Kohlenstoff dauerhaft im industriellen Kreislauf zu halten.

Chemische und physikalische Recyclingtechnologien setzen genau an diesen Grenzen an. Der Report beschreibt Verfahren wie Auflösung, Enzymolyse, Solvolyse, Pyrolyse und Gasifizierung, mit denen Kunststoffabfälle in verwertbare Rohstoffe überführt werden. Zu den entstehenden Produkten zählen Monomere, Naphtha, sekundäre Wertstoffe sowie Synthesegas, die erneut in die Kunststoff-Wertschöpfungskette eingebracht werden können.

Wo neue Kapazitäten entstehen

Die Auswertung der 390 weltweit erfassten Anlagen zeigt deutliche regionale Schwerpunkte. Ein erheblicher Teil der installierten und geplanten Kapazitäten entfällt auf Europa, das damit eine zentrale Position im globalen Markt einnimmt. Laut Report entfallen rund 20 % der globalen Eingangskapazitäten sowie etwa 26 % der weltweiten Produktion von recycelten Polymeren, Monomeren, Naphtha und SVC auf europäische Anlagen.

Anzahl installierter Anlagen für fortschrittliche Recyclingtechnologien in der Region EU27+3. | Bild: nova Institut
Anzahl installierter Anlagen für fortschrittliche Recyclingtechnologien in der Region EU27+3. | Bild: nova Institut

Innerhalb Europas weisen insbesondere die Niederlande und Deutschland die höchste Anzahl an Anlagen auf. Diese Konzentration wird im Report mit einer starken Innovationsbasis und einer klaren Ausrichtung auf die Kreislaufwirtschaft in Verbindung gebracht. Die regionale Analyse verdeutlicht zugleich, dass sich fortschrittliche Recyclingtechnologien in Europa über verschiedene technologische Ansätze hinweg etabliert haben.

Eingangskapazitäten fortschrittlicher Recyclingtechnologien für Kunststoffabfälle in der Region EU27+3. | Bild: nova Institut
Eingangskapazitäten fortschrittlicher Recyclingtechnologien für Kunststoffabfälle in der Region EU27+3. | Bild: nova Institut

Technologische Schwerpunkte und Marktakteure

In der Region EU27+3 identifiziert der Report mehr als 70 geplante und in Betrieb befindliche Anlagen für fortschrittliche Recyclingtechnologien. Als Beispiele werden unter anderem LYB Solvent Recycling in Deutschland, Carbios in Frankreich und Blue Alp in Belgien genannt. Die Bandbreite der Akteure reicht von spezialisierten Technologieanbietern bis hin zu etablierten Industrieunternehmen.

Produktionskapazitäten fortschrittlicher Recyclingtechnologien nach Outputströmen in der Region EU27+3. | Bild: nova Institut
Produktionskapazitäten fortschrittlicher Recyclingtechnologien nach Outputströmen in der Region EU27+3. | Bild: nova Institut

Aktuell stellen Pyrolyse- und Solvolyseverfahren den größten Anteil der installierten Kapazitäten. Gleichzeitig zeigt der Report, dass sich biochemische und physikalische Verfahren dynamisch weiterentwickeln. Diese technologische Vielfalt unterstreicht die Geschwindigkeit, mit der sich der Markt verändert, und erklärt, warum eine systematische Erfassung der Kapazitäten erforderlich ist.

Erwartete Entwicklung bis 2031

Trotz bestehender Herausforderungen durch Verzögerungen bei Regulierung und Finanzierung zeichnet der Report ein insgesamt positives Bild für die weitere Entwicklung. Sowohl global als auch in Europa wird ein deutlicher Ausbau der Kapazitäten erwartet. Für Europa prognostiziert die Analyse bis 2031 eine Vervierfachung der Produktionskapazitäten für Polymere, Monomere und Naphtha aus chemischem und physikalischem Recycling.

Installierte und geplante Produktionskapazitäten fortschrittlicher Recyclingtechnologien in der Region EU27+3. | Bild: nova Institut
Installierte und geplante Produktionskapazitäten fortschrittlicher Recyclingtechnologien in der Region EU27+3. | Bild: nova Institut

Weltweit sollen sich die entsprechenden Kapazitäten im gleichen Zeitraum voraussichtlich verdreifachen. Der Report verweist darauf, dass laufende Überarbeitungen der Recyclingrichtlinien und Investitionsrahmenbedingungen durch die Europäische Kommission zusätzliche Anreize für Innovationen und Kapazitätserweiterungen schaffen könnten.

Über den Report

Der 35-seitige Report stellt globale und regionale Marktdaten zu fortschrittlichen Recyclingtechnologien zusammen und visualisiert deren Verteilung anhand von Technologiekarten sowie eines umfassenden Sankey-Diagramms zu Materialflüssen. Die Analyse aktualisiert die bestehenden Daten zu Input- und Output-Kapazitäten für den Zeitraum von 2024 bis 2031 und ordnet aktuelle sowie geplante Anlagen systematisch ein.

Die Veröffentlichung richtet sich an politische Entscheidungsträger, Investoren und Akteure der Kunststoff- und Recyclingbranche, die sich mit dem Übergang zu einer erneuerbaren Kohlenstoff- und Kreislaufwirtschaft befassen. Technologie- und Unternehmensprofile sind nicht Bestandteil dieses Reports und werden in einer separaten Studie des nova-Instituts behandelt. Der Report ist im November 2025 erschienen.

Kategorie: News Stichworte: Kreislaufwirtschaft, nova-Institut, Recyclingtechnologien, Report

Weitere Nachrichten

Ganzheitliche Prozesslösungen für die Kunststoffverarbeitung

Auf der PlastIndia 2026 in Neu Delhi vom 5. bis 10. Februar stellt Coperion Technologien und Anlagen für das Herstellen, Aufbereiten und Recycling von Kunststoffen vor. Das Unternehmen deckt alle drei … [Weiterlesen...] ÜberGanzheitliche Prozesslösungen für die Kunststoffverarbeitung

Volker Nilles verstärkt ARBURG-Geschäftsführung

Zum 12. Januar 2026 hat ARBURG Dr. Volker Nilles zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Der international tätige Maschinenbauer mit Sitz in Loßburg setzte damit auf einen erfahrenen Manager … [Weiterlesen...] ÜberVolker Nilles verstärkt ARBURG-Geschäftsführung

Ultramid®-Polyamid besteht Langzeitanforderungen der E-Mobilität

Die glasfaserverstärkte, halogenarme Ultramid®-Type von BASF erfüllt die Langzeitanforderungen der E-Mobilität. Grundlage dafür sind Untersuchungen zur Alterungsbeständigkeit von Kunststoffkomponenten … [Weiterlesen...] ÜberUltramid®-Polyamid besteht Langzeitanforderungen der E-Mobilität

Neue Recyclingpfade für leistungsfähige Geokunststoffe

Im Projekt Zirk-Tex des Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE entwickeln Forschende neue Ansätze zur Herstellung von Geokunststoffen und Dachbahnen aus bislang ungenutzten … [Weiterlesen...] ÜberNeue Recyclingpfade für leistungsfähige Geokunststoffe

Seitenspalte

Suche

Messekalender

  • LOGISTICS & AUTOMATION Bern

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Bern 2026 ist die größte Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss in der Schweiz. Sie präsentiert modernste […]

  • EMPACK Bern

    Die EMPACK Bern 2026 ist der einzigartige Treffpunkt der Verpackungsindustrie in der Schweiz und bildet den gesamten Verpackungsprozess entlang der […]

  • EMPACK Dortmund

    Die EMPACK Dortmund 2026 ist die regionale Fachmesse für die Verpackungsindustrie und bietet ein kompaktes Update zu den wichtigsten Innovationen […]

  • LOGISTICS & AUTOMATION Dortmund

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Dortmund 2026 ist die regionale Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss. Im Fokus stehen Produkte, Services und […]

  • maintenance Dortmund

    Die maintenance Dortmund 2026 ist die führende Fachmesse für industrielle Instandhaltung in Deutschland. Sie deckt das gesamte Spektrum moderner […]

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Newsletter-Archiv

Die aktuelle Ausgabe

NEUERSCHEINUNG

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Österreichische Chemie Zeitschrift und Lebensmittel-&Biotechnologie

  • SYNEQT bündelt Chemiepark-Infrastruktur
    am 16. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Mit dem Start der SYNEQT GmbH führt Evonik seit Jahresbeginn die Infrastruktur-Aktivitäten der Chemieparks Marl und Wesseling zusammen. Rund 3.500 Beschäftigte und ein Umsatz von etwa 1,8 Milliarden Euro machen SYNEQT zu einem der größten […]

  • GEA realisiert offene Pilotinfrastruktur für Fermentation
    am 16. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    GEA realisiert für die Biotechnology Fermentation Factory am NIZO Food Innovation Campus in Ede eine offene Pilotinfrastruktur für Fermentation in Lebensmittelqualität. Die Anlage ermöglicht die Validierung und Skalierung präzisions- und […]

  • PSI entwickelt Verfahren für stabile, langlebige Festkörperbatterien
    am 15. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Festkörperbatterien werden am Paul Scherrer Institut PSI mit einem neuen Verfahren stabiler und langlebiger. Durch mildes Sintern des Elektrolyten und eine gezielte Grenzflächenstabilisierung lassen sich Dendritenbildung und Leistungsabfall […]

  • Sprühbares Polymer eröffnet neuen Pflanzenschutz
    am 15. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Forschende der University of California San Diego haben ein sprühbares Polymer entwickelt, das neue Ansätze im Pflanzenschutz eröffnet. Die Beschichtung schützt Nutzpflanzen vor bakteriellen Infektionen, bleibt gasdurchlässig und erhöht ihre […]

  • Selectnutrition wird Teil von TER Chemicals
    am 14. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Selectnutrition wird Teil von TER Chemicals. Mit der Übernahme stärkt TER Chemicals seine Position im Food-&-Nutrition-Segment in der Schweiz und im gesamten DACH-Raum und richtet das Geschäft langfristig auf Wachstum aus. Der Beitrag […]

  • BASF nimmt Steamcracker in Zhanjiang termingerecht in Betrieb
    am 14. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Der Steamcracker am neuen BASF-Verbundstandort Zhanjiang ist termingerecht in Betrieb gegangen, nutzt für seine Hauptkompressoren ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen und liefert jährlich bis zu eine Million Tonnen Ethylen für […]

  • Lignin als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Lignin wird an der Universität Graz als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle genutzt. Chemische Verfahren auf Basis von Holzresten ermöglichen kürzere Synthesewege, geringeren Energieeinsatz und reduzierte Abfallmengen. Der Beitrag Lignin als […]

  • Brenntag stärkt Partnerschaft mit Women in Chemicals weltweit
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Excerpt: Die Partnerschaft zwischen Brenntag und Women in Chemicals wird 2026 global ausgebaut. Ziel ist es, Gleichstellung, berufliche Entwicklung und Vernetzung von Frauen in der chemischen Industrie durch internationale Programme, Konferenzen und […]

  • 40 Jahre wire Düsseldorf prägen die globale Drahtindustrie
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Die wire Düsseldorf feiert 40 Jahre als globale Leitmesse der Draht- und Kabelindustrie. Mit Wachstum, Internationalität und neuen Formaten wie dem wire & Cable FORUM setzt die wire 2026 weitere Impulse für Innovation, Nachhaltigkeit und […]

  • Bioraffineriekonzept erzeugt Flugzeugtreibstoff aus Tomatenresten
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Ein EU-Forschungsprojekt unter Leitung der TU Graz entwickelt ein integriertes Bioraffineriekonzept, das Restbiomasse aus der Tomatenproduktion vollständig verwertet und daraus nachhaltigen Flugzeugtreibstoff sowie Dünger, Tierfutter und Speiseöl […]

Footer

Zeitschrift

  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wer.Was.Wo

WelkinMedia Fachverlag

  • Österreichische Chemie Zeitschrift
  • Lebensmittel-&Biotechnologie
  • labor.at
  • WelkinMedia

Copyright © 2026 · WelkinMedia Fachverlag