Seit 1. November 2025 steht Priv.-Doz. DI Dr. Sandra Schlögl an der Spitze der wissenschaftlichen Leitung des Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL). Gemeinsam mit Geschäftsführerin DI Dr. Elisabeth Ladstätter führt sie das österreichische Forschungszentrum in eine neue Phase der Polymerforschung und setzt den Ausbau seiner internationalen Position fort. Mit ihrer Ernennung wird die strategische Entwicklung des PCCL auf wissenschaftlicher wie organisatorischer Ebene weiter vorangetrieben.

Der Leitungswechsel erfolgte im Anschluss an das tragische und viel zu frühe Ableben des langjährigen wissenschaftlichen Geschäftsführers Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kern im September 2024. Kern hatte das PCCL über viele Jahre hinweg geprägt und es zu einem international anerkannten Kompetenzzentrum für Polymerforschung entwickelt. Mit Sandra Schlögl wurde nun eine Nachfolgerin aus den eigenen Reihen berufen, die diesen Weg in seinem Sinne fortsetzt und das Forschungsprofil gezielt weiterentwickelt.
Kontinuität und Expertise aus den eigenen Reihen
Nach einer intensiven Auswahlphase entschied sich das PCCL für eine erfahrene Wissenschaftlerin mit langjähriger Unternehmenszugehörigkeit. Sandra Schlögl ist seit 2006 Teil des Teams und übernahm 2017 die Leitung des Bereichs „Chemie von funktionellen Polymeren“. In dieser Funktion trug sie maßgeblich zur wissenschaftlichen Exzellenz und internationalen Sichtbarkeit des PCCL bei. Ihre Arbeiten an innovativen Polymermaterialien haben das Forschungszentrum als führende Einrichtung im Bereich der Polymerforschung etabliert.
Mit ihrer Übernahme der wissenschaftlichen Leitung setzt das PCCL bewusst auf Stabilität und interne Expertise. Schlögls Forschungsschwerpunkt liegt auf der Verbindung von Grundlagenforschung und industrieller Anwendung – ein Ansatz, der die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft weiter stärkt. Die Kontinuität in der Forschungsstrategie garantiert zugleich, dass die wissenschaftlichen Qualitätsstandards und das industrielle Netzwerk des Zentrums langfristig gesichert bleiben.
Perspektiven für die österreichische Polymerforschung
Die Doppelspitze aus Sandra Schlögl und Elisabeth Ladstätter steht für eine klare Ausrichtung auf Zukunftsthemen der Polymerforschung. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Innovationskraft des PCCL in Bereichen wie funktionelle Polymere, nachhaltige Materialien und prozessnahe Entwicklung weiter zu steigern. Dabei soll die enge Verknüpfung von akademischer Forschung und industrieller Umsetzung noch stärker betont werden.
Mit dieser personellen Entscheidung positioniert sich das PCCL weiterhin als bedeutendes Kompetenzzentrum der österreichischen Polymerforschung. Die Ernennung Schlögls markiert zugleich einen symbolischen Schritt: Sie führt das wissenschaftliche Erbe von Wolfgang Kern fort und richtet das Zentrum strategisch auf die Anforderungen einer zukunftsorientierten, nachhaltigen Kunststoffforschung aus. Damit wird die wissenschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Polymerforschung in Österreich langfristig gesichert.