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Systemtechnik für nachhaltige Effizienz in der Kunststoffproduktion

10. Dezember 2025 von Birgit Fischer

ONI stellte auf der K 2025 vor, wie vernetzte Systemtechnik in der Kunststoffproduktion eingesetzt werden kann, um Prozesse wirtschaftlich und ressourcenschonend auszurichten. Präsentiert wurden verknüpfte Lösungen aus Maschinentechnik, Werkstoffen, Temperierung und Kältetechnik sowie deren Funktion innerhalb einer Produktion, die auf Effizienz und Qualität angelegt ist.

ONI setzte auf der K 2025 den Schwerpunkt darauf, wie Systemtechnik als verknüpftes Gesamtkonzept Kostenstrukturen und Ressourceneinsatz in der Kunststoffverarbeitung beeinflusst. | Foto: ONI
ONI setzte auf der K 2025 den Schwerpunkt darauf, wie Systemtechnik als verknüpftes Gesamtkonzept Kostenstrukturen und Ressourceneinsatz in der Kunststoffverarbeitung beeinflusst. | Foto: ONI

Ergänzend wurden Erfahrungen von Anwendern moderner ONI-Anlagentechnik, Verfahren zur Optimierung der Energie- und Medienversorgung sowie verschiedene Speichertechnologien vorgestellt. Dazu zählten Eisspeicher für leistungsabhängige Kühlanforderungen ebenso wie Stromspeicher für eine flexible Nutzung eigener Energiequellen. Die Übersicht verdeutlichte, welche Aufgaben integrierte Systemtechnik in heutigen und zukünftigen Produktionsumgebungen übernimmt.

Systemtechnik und die zunehmend ganzheitliche Ausrichtung der Kunststoffbranche

Die K-Messe machte deutlich, dass die Kunststoffindustrie trotz bestehender Unsicherheiten weiterhin als leistungsfähig, innovativ und zukunftsorientiert gilt. Besonders Unternehmen aus Europa verfolgen zunehmend einen ganzheitlichen Ansatz, um sich international klar zu positionieren. Fachwissen, Fertigungsroutine und Qualität in den Bereichen Maschinentechnik, Peripherie und Werkstoffe genießen dabei seit vielen Jahren weltweite Anerkennung. Der Auftritt von ONI stand im Zeichen des Leitmotivs „Umweltschutz, der sich bezahlt macht“.

Um Kunden langfristige und wirtschaftlich tragfähige Vorteile zu ermöglichen, koppelt ONI seine eigenen Kompetenzen und Leistungen eng mit denen verschiedener Partnerunternehmen. Dadurch wird nachvollziehbar, dass eine preisgünstige Maschine oder Anlage allein keine dauerhaft effizienten und kostensicheren Produktionsprozesse hervorbringt. Ziel ist eine umfassend aufeinander abgestimmte Systemtechnik, die hohe Effizienz gewährleistet, wirtschaftlichen Nutzen schafft und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz liefert.

Systemtechnik als Grundlage vernetzter Lösungen für Effizienz und hochwertige Produkte

Das starke Interesse der Messebesucher an den ausgestellten Lösungen zur Effizienzsteigerung sowie an den von Partnern präsentierten Ansätzen zur Energiespeicherung und zur Herstellung qualitativ anspruchsvoller Kunststoffteile führte zu einem sehr erfolgreichen Messeverlauf. ONI stellte dar, dass ein übergreifendes Denken und Handeln ein wesentlicher Faktor für wirtschaftlich und technisch überzeugende Ergebnisse ist.

Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, sprach mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Wolfgang Oehm und Partnerunternehmen über den Beitrag gemeinsamer Lösungen zur ganzheitlichen Systemtechnik in der Industrie. | Foto: ONI
Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, sprach mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Wolfgang Oehm und Partnerunternehmen über den Beitrag gemeinsamer Lösungen zur ganzheitlichen Systemtechnik in der Industrie. | Foto: ONI

Anschaulich wurde dies unter anderem durch eine vollständig eingerichtete Fertigungseinheit für die Produktion von Brotboxen, an der sichtbar wurde, wie Systemtechnik unterschiedliche technische Komponenten zu einer durchgehenden Prozesskette verbindet.

Systemtechnik innerhalb einer praxisnahen Fertigungseinheit

Für diese Einheit brachte Engel aus Österreich seine aktuellste vollelektrische Spritzgießmaschinentechnik ein und ergänzte sie um ein Werkzeug aus der deutschen Niederlassung in Hagen. Die Darstellung zeigte einen Produktionsablauf, der realen Bedingungen nachempfunden war und ein präzises Zusammenspiel aller beteiligten Elemente erforderte.

Als Werkstoff kam ein von Borealis geliefertes Polypropylen zum Einsatz, das insbesondere für Lebensmittelanwendungen ausgelegt ist und zugleich hohe Anforderungen an Robustheit, Dauerhaftigkeit und Belastbarkeit erfüllt. Ergänzend veranschaulichten die dynamischen Temperiersysteme von ONI Temperiertechnik Rhytemper aus Großröhrsdorf, wie sich die Werkzeugtemperatur exakt regeln und sowohl der Prozess als auch der Zyklus gezielt optimieren lassen – ein zentraler Bestandteil systemtechnisch abgestimmter Fertigungsprozesse.

Systemtechnik und moderne Kälteerzeugung mit alternativen Kältemitteln

Auch der Bereich der Kühlwassererzeugung wurde präsentiert. Neben der gängigen Maschinentechnik kamen dort besonders umweltorientierte und zukunftsweisende Kälteanlagen zum Einsatz, die mit ausgewählten Kältemitteln betrieben werden. Ziel war es, unterschiedliche Temperaturanforderungen zuverlässig bereitzustellen und gleichzeitig Energie einzusparen – ein weiterer Baustein, der sich in umfassende Systemtechnik integrieren lässt.

In Zusammenarbeit mit dem weltweit tätigen Hersteller Trane stellte ONI Anlagen vor, die mit den Kältemitteln R290 (Propan) oder alternativ R1234ze arbeiten. Diese Technik war darauf ausgelegt, Kälte besonders energieeffizient bereitzustellen und damit Anforderungen an umweltbewusste Produktionsprozesse zu erfüllen.

Systemtechnik als Basis nachweisbarer Einsparerfolge in Anwenderbetrieben

Zwei Unternehmen, die moderne ONI-Anlagentechnik einsetzen, berichteten während der Messe über ihre praktischen Erfahrungen und die erzielten Einsparungen. Beide beschrieben darüber hinaus Vorteile wie den Zugriff auf systemweites Know-how entlang der gesamten Produktionskette, Verbesserungen in der Energieversorgung sowie die erfolgreiche Unterstützung im Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“.

Roth Plastic Technology, ein Tochterbetrieb der Roth Werke GmbH, und EKT GmbH & Co. KG aus Bad Salzuflen zeigten auf ihren Präsentationsflächen am ONI-Messestand, welche Leistungsbreite sie in der Kunststoffverarbeitung erreichen. Gleichzeitig wurde deutlich, welche Wettbewerbsfähigkeit sie bei der Herstellung präziser und qualitativ anspruchsvoller Produkte besitzen – Ergebnisse, die sich aus prozessübergreifend eingesetzter Systemtechnik ergeben.

Systemtechnik und effiziente Eisspeicher für kurzzeitig hohe Kühlleistungen

Systemtechniken zur Speicherung von Energie werden künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Viele Kunststoffverarbeiter streben danach, über Photovoltaik oder den Anschluss an Windparks unabhängiger von Energieversorgern zu werden oder teure Leistungsspitzen mit Hilfe von Speichersystemen zu vermeiden.

Eine technisch anspruchsvolle, aber wirkungsvolle Möglichkeit stellt der Einsatz leistungsfähiger Eisspeicher dar. Solche Lösungen werden vor allem dann relevant, wenn aufgrund des Produktionsrhythmus – etwa bei Chargenprozessen – nur zeitweise und kurzfristig sehr hohe Kühlleistungen benötigt werden, die sich nicht über ein Lastmanagement ausgleichen lassen. In diesen Fällen wäre zunächst der Aufbau umfangreicher Kältemaschinentechnik nötig, etwa durch Kühltürme, Freikühler oder Kältemaschinen. Wenn Temperaturbereiche von 10, 15 oder 20 °C selbst im Sommer konstant verfügbar sein müssen, ergibt sich ein erheblicher Investitionsbedarf.

Daraus entstehen zwei grundlegende Probleme: Erstens ist die Bereitstellung der erforderlichen Maschinenleistung mit hohen Investitionskosten verbunden. Zweitens steht ein großer Teil dieser Technik außerhalb der Spitzenzeiten nahezu ungenutzt bereit, wodurch auch im Normalbetrieb hohe Kosten entstehen. Ein Eisspeicher übernimmt in dieser Situation die Funktion einer Kühlenergiebatterie, die Leistung genau dann verfügbar macht, wenn sie benötigt wird, und sich bei geringem Bedarf über eine Kältemaschine wieder aufladen lässt. Damit diese Lösung wirtschaftlich und zuverlässig arbeitet, muss der Speicher so konstruiert sein, dass er hohe Kühlleistungen in kurzer Zeit abgeben und ebenso schnell wieder aufnehmen kann.

Eine Systemstudie zu einem solchen Hochleistungs-Eisspeicher, die im Rahmen eines dualen Studiums entwickelt und gebaut wurde, erhielt den VDI-Förderpreis und wurde auf der Messe vorgestellt.

Systemtechnik und Stromspeicher für flexible betriebliche Energieverfügbarkeit

Stromspeicher schaffen zusätzliche Flexibilität im Umgang mit eigenerzeugter Energie. Besonders energieintensive Unternehmen setzen vermehrt Photovoltaikanlagen ein, um zeitweise autark zu arbeiten. Eine noch bessere Versorgungssicherheit wäre erreichbar, wenn Photovoltaik und Windkraft in passenden Konstellationen kombiniert würden. In jedem Fall ist es entscheidend, Energieüberschüsse aus schwachen Lastzeiten – etwa an Wochenenden – zwischenspeichern zu können, um sie bei Bedarf wieder abzurufen.

Auf dem Messestand stellte die Firma Voltfang ihre Hochleistungsspeichersysteme vor. Das Fachpublikum zeigte großes Interesse, und es entstanden zahlreiche Gespräche über mögliche Einsatzfelder dieser Lösungen im Rahmen betrieblicher Systemtechnik.

Kategorie: News Stichworte: Effizienz, K2025, Nachhaltigkeit, ONI, Systemtechnik

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