Röchling Automotive erweitert die Zusammenarbeit mit einem großen europäischen OEM und übernimmt ab 2027 die Lieferung eines Unterfahrschutzes für eine komplette Fahrzeugplattform. Die Komponente ist für den Einsatz in mehreren Modellen mit Elektroantrieb vorgesehen und wird als sicherheitsrelevantes Bauteil gefertigt.

Der Unterfahrschutz dient in Elektrofahrzeugen als physische Schutzbarriere für die Antriebsbatterie. Er verhindert das Eindringen von Objekten bei Unfällen und ist so ausgelegt, dass er die Batterie auch bei Kollisionen zuverlässig schützt.
Unterfahrschutz für den Einsatz in Elektrofahrzeugplattformen
Der Unterfahrschutz von Röchling Automotive ist als sicherheitsrelevante Komponente für batterieelektrische Fahrzeuge ausgelegt. Er schützt die im Fahrzeugboden integrierte Antriebsbatterie vor mechanischen Einwirkungen von außen und verhindert, dass Fremdkörper bei Unfällen in das Batteriesystem eindringen. Damit übernimmt das Bauteil eine zentrale Funktion innerhalb des strukturellen Sicherheitskonzepts moderner Elektrofahrzeuge.
Durch die Auslegung für eine komplette Fahrzeugplattform kommt der Unterfahrschutz in mehreren Modellen mit Elektroantrieb zum Einsatz. Die Lösung ist damit nicht auf ein einzelnes Fahrzeug begrenzt, sondern Bestandteil eines skalierbaren Plattformansatzes, der einheitliche Sicherheitsstandards über verschiedene Modelle hinweg ermöglicht.
Leichtbaukonzept mit hoher Schutzwirkung
Für den Unterfahrschutz setzt Röchling Automotive auf einen Sandwich-Aufbau aus thermoplastischen Verbundwerkstoffen mit Endlos-Glasfaserverstärkung in Form von UD-Tapes. Diese Bauweise verbindet strukturelle Steifigkeit und Schlagfestigkeit mit einem sehr geringen Eigengewicht und erfüllt damit zentrale Anforderungen an Effizienz und Sicherheit im Fahrzeugbau.
Martin Schüler, CEO von Röchling Automotive, beschreibt die Materialeigenschaften so: „Trotz ihres geringen Gewichts bieten fortschrittliche thermoplastische Verbundwerkstoffe eine hervorragende Schlagfestigkeit und strukturelle Steifigkeit.“ Dadurch bleibt die Schutzwirkung des Unterfahrschutzes auch bei Steinschlägen, aufgewirbelten Trümmern oder Kollisionen erhalten und trägt zuverlässig zur Absicherung der Batterie bei.
Thermische Sicherheit und nachhaltige Werkstoffstrategie
Neben der mechanischen Schutzfunktion übernimmt der Unterfahrschutz auch eine thermische Aufgabe. Thermoplaste verfügen über natürliche wärmeisolierende Eigenschaften, die dazu beitragen, stabile Batterietemperaturen zu unterstützen. Im Falle eines Unfalls kann dies das Risiko eines thermischen Durchgehens verringern und damit sowohl die Sicherheit als auch die Lebensdauer der Batterie positiv beeinflussen.
Gleichzeitig erfüllt der eingesetzte Werkstoff ökologische Anforderungen. Der faserverstärkte Kunststoff ermöglicht eine effiziente, abfallfreie Produktion und ist vollständig recyclebar. Zudem erfordert die Herstellung thermoplastischer Verbundwerkstoffe in der Regel weniger Energie als die Produktion von Stahl- oder Aluminiumbauteilen. In Verbindung mit dem geringen Gewicht des Unterfahrschutzes lassen sich so CO₂-Emissionen sowohl in der Produktion als auch im Fahrbetrieb reduzieren.