• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
  • Zur Fußzeile springen

Österreichische Kunststoffzeitschrift

Ihr Fachmagazin für Industrie und Forschung

  • Zeitschrift
    • Mediadaten
    • Themen 2026
    • Abonnement
    • Archiv
  • Kunststoff.direct
  • Messekalender
  • Stellenmarkt
    • Stellenangebote
    • Stellengesuche
  • Impressum
  • News-Archiv
    • 2017
    • 2018
    • 2019
    • 2020
    • 2021
    • 2022
    • 2023
    • 2024

Way2K-Interview: Jörg Stech über Effizienz in der Kunststoffbranche

20. Mai 2025 von Birgit Fischer

Im Way2K-Interview auf dem Weg zur K 2025 gibt Jörg Stech, Vorsitzender der Geschäftsführung bei KraussMaffei Technologies, Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Branche. Neben Effizienz und Wirtschaftlichkeit geht es um neue Materialien für die Elektromobilität, den zunehmenden Einsatz von Rezyklaten und regulatorische Rahmenbedingungen.

Jörg Stech im way2K Interview | Quelle: Foto  ©KraussMaffei / Logo ©Messe Düsseldorf / Montage WMV
Jörg Stech im way2K Interview | Quelle: Foto ©KraussMaffei / Logo ©Messe Düsseldorf / Montage WMV

Darüber hinaus beschreibt Stech, wie Innovationen durch die Weiterentwicklung bestehender Prozesse und durch enge Kundenkooperation entstehen. Auch Fachkräftesicherung, standortbedingte Vorteile und digitale Weiterbildung spielen bei KraussMaffei eine zentrale Rolle. Das VDMA Interview macht deutlich: Effizienz ist kein Zustand, sondern ein Ziel, das durch Technologie, Know-how und Engagement erreicht wird.

Herr Stech, was sind die Treiber der Kunststoffindustrie heute?

Jörg Stech: Nach wie vor stehen die Wirtschaftlichkeit und die Effizienz als Treiber der Kunststoffindustrie im Vordergrund. Wenn Kunden Kunststoffteile herstellen, erfolgt dies in der Regel in hohen Stückzahlen. Der Anspruch der Kunden an Technologien steigt. Das Motto lautet: schneller, leistungsfähiger und vor allem effizienter. Das bedeutet für uns als Hersteller, Technologien und Verfahren zu entwickeln, die besser, effizienter und damit auch wirtschaftlicher als die der Konkurrenz sind. Weitere Treiber sind neue Anwendungen und Produkte am Markt. Nehmen wir das Beispiel Automobil: Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren bestehen viele Bauteile im Motorraum aus Metall, damit die entstehende Wärme abgeführt werden kann. Bei Elektroautos entstehen aufgrund der anderen Bauweise neue Notwendigkeiten: Zum einen betrifft es das Material, aus dem die Bauteile gefertigt werden und zum anderen sind es komplett neue Bauteile, die benötigt werden. So ist es zum Beispiel bei Elektromotoren möglich, einige Bauteile aus Kunststoff zu fertigen, da es funktional keiner Wärmeabführung mehr bedarf. Ebenso erfüllen die Bauteile selbst heutzutage andere Funktionen. Waren sie früher mechanisch notwendig, sind sie heute teilweise reine Design-Elemente. Weitere Treiber der Kunststoffindustrie sind neue Regularien. So hat sich die EU zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 Kunststoffteile in Neuwagen aus mindestens 25 Prozent Kunststoffrezyklat bestehen sollen. Hier sehen wir unsere Aufgabe, Lösungen zu finden, die dieses Ziel erfüllen.

Können Sie ein Beispiel geben?

Stech: Nehmen wir wieder die Automobilindustrie: Wenn die Motorhaube zukünftig funktional nicht mehr aus Metall gefertigt sein muss, dann kann sie auch aus Kunststoff hergestellt werden. Das heißt, KraussMaffei erzeugt sie wirtschaftlich mittels Spritzgießtechnik. Und nicht nur das, sie kann mittels unseres ColorForm-Verfahrens sogar direkt in der Spritzgießmaschine lackiert werden. Das macht separate Lackieranlagen und Transportwege obsolet. Die Fertigung wird effizienter und so verändert sich peu à peu auch die ganze Industrie. Es gibt neue Möglichkeiten. Auch wenn sich die Bedingungen auf dem globalen Wettbewerbsmarkt verändert haben und schwieriger geworden sind, erschließen sich dadurch für deutsche Maschinenbauer, speziell auch für uns in der Spritzgießtechnik, Möglichkeiten, neue Technologien entsprechend der neuen Kundenbedürfnisse zu entwickeln.

Welche Rolle spielen Innovationen in Ihrem Haus?

Jörg Stech: Ohne Innovationen wird die Luft für Europa auf dem Wettbewerbsmarkt dünn. Es ist Fakt, dass wir teurer als beispielsweise die fernöstlichen Wettbewerber sind, weil wir unter anderem höhere Produktionskosten haben: Personal, Energie und auch die Logistikkosten für das Sourcing national und international spielen eine Rolle. Deshalb liegt unser Augenmerk ganz klar auf der Entwicklung von Innovationen und neuen Technologien. Unser Anspruch ist es, dem Kunden ein Produkt anzubieten, das weit über das einer Standard-Spritzgießmaschine hinausgeht. Bei der Herstellung von Spitzgussteilen geht es zum Beispiel um die Reduktion des Energiebedarfs. Das ermöglicht Einsparungen. Wir setzen aber auch Technologien ein, die dazu führen, dass die Materialeinsatzquote sinkt oder, dass andere Materialien, wie Rezyklat, eingesetzt werden können. Das sind alles Technologien, die wir weiterentwickeln müssen.

Wie erreichen sie das?

Stech: Innovation bedeutet nicht immer gleich neue Erfindung. Vielmehr sehen wir das Potential in kleinen innovativen Schritten, beispielsweise in Form von konsequenter Weiterentwicklung bestehender Prozesse. Dabei beschäftigen wir uns mit verschiedenen Fragen: Wie kann der Faseranteil vergrößert werden? Wie können wir auf wesentliche Einflussparameter des Spritzgießprozesses Einfluss nehmen? Ist es möglich, ein Bauteil mit geringeren Temperaturen zu spritzgießen? Diese Faktoren haben in Summe eine sehr große Wirkung. Das Knowhow und der direkte Austausch mit dem Kunden ist unser Wettbewerbsvorteil, denn dies lässt sich nicht einfach als Musterlösung auf dem Weltmarkt käuflich erwerben. Die bedarfsorientierte Fertigung von Spritzgießmaschinen inklusive der Entwicklung kundenspezifischer Applikationen geht weit über den allgemeinen Spritzgießmaschinenbau hinaus. Aufgrund der kooperativen Zusammenarbeit und Entwicklung ist es uns möglich, für den Kunden den größtmöglichen Mehrwert zu generieren. Dabei kommt uns zugute, dass wir aus dem gesamten KraussMaffei-Knowhow unserer unterschiedlichen Technologien von der Spritzgieß-, über die Reaktionstechnik, bis hin zur Additiven Fertigung, Automation und Extrusion schöpfen können.

Welche Rolle spielen Fachkräfte und der richtige Nachwuchs?

Jörg Stech: Für unsere Aufgaben brauchen wir natürlich Top-Talente mit spezifischem Wissen. Ganz gleich, welche Stelle zu besetzen ist, müssen wir das Fachpersonal für KraussMaffei begeistern. Leider finden wir die Fachleute oft nicht direkt vor Ort. Hier spielt uns die Attraktivität des Standorts München im Allgemeinen und unser neues Werk in Parsdorf in die Karten. Die Investition in neue Werks- und Bürogebäude, Maschinen sowie in unser Technikum steigerte die Attraktivität von KraussMaffei am Arbeitsmarkt aber auch bei der Stammmannschaft vor Ort. Damit sind Bedingungen geschaffen, die die Kollegen in die Lage versetzen, gut zu arbeiten und neue Lösungen zu generieren. Hierbei zählt jeder einzelne, denn Innovationen gehen von jedem aus – vom Vertriebsmitarbeitenden bis zum Mitarbeitenden an der Maschine. Zudem legen wir großen Wert auf die Bildung im Sinne von Fort- und Weiterbildung. Mit der Entwicklung unserer LearningPods, Lernkabinen, die sich überall aufstellen lassen, können Mitarbeitende sich per Kurz-Videos bestimmte Handhabungen oder entsprechendes Wissen aneignen. Die LearningPods eignen sich insbesondere für die Mitarbeitenden, die keinen festen Bildschirmarbeitsplatz haben und in der Produktion arbeiten. Dieses Produkt ist so attraktiv, dass es auch an andere Firmen verkauft wird, denen die Bildung der Mitarbeitenden gleichermaßen wichtig ist.

Wo steht Europa aktuell in puncto Nachhaltigkeit?

Stech: Die EU ist aktuell der Treiber für Nachhaltigkeit. Das ist gut so, denn würde Europa die Nachhaltigkeit nicht vorantreiben, würde sich die Welt insgesamt deutlich weniger damit auseinandersetzen. KraussMaffei sucht daher intensiv nach nachhaltigeren Lösungen, damit den folgenden Generationen eine adäquate Zukunft ermöglicht wird. Essentiell dabei ist, dass die Regeln, die zu Ressourcenschutz und zu einem besseren Umgang mit Kunststoff führen, für alle gleichermaßen gelten, unabhängig davon, welche Branche oder welches Land sie betreffen. Wenn europäische Regulierungen dazu führen, dass ausschließlich europäischen Herstellern ein Nachteil entsteht, führt dies zu einer zusätzlichen Benachteiligung und Schwächung der wirtschaftlichen Lage von Europa. Das darf nicht passieren. Wir brauchen Systeme, die einen fairen Wettbewerb für alle sicherstellen.

Kategorie: Branche, News Stichworte: Effizienz, Interview, K2025, KraussMaffei, VDMA

Weitere Nachrichten

Ganzheitliche Prozesslösungen für die Kunststoffverarbeitung

Auf der PlastIndia 2026 in Neu Delhi vom 5. bis 10. Februar stellt Coperion Technologien und Anlagen für das Herstellen, Aufbereiten und Recycling von Kunststoffen vor. Das Unternehmen deckt alle drei … [Weiterlesen...] ÜberGanzheitliche Prozesslösungen für die Kunststoffverarbeitung

Volker Nilles verstärkt ARBURG-Geschäftsführung

Zum 12. Januar 2026 hat ARBURG Dr. Volker Nilles zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Der international tätige Maschinenbauer mit Sitz in Loßburg setzte damit auf einen erfahrenen Manager … [Weiterlesen...] ÜberVolker Nilles verstärkt ARBURG-Geschäftsführung

Ultramid®-Polyamid besteht Langzeitanforderungen der E-Mobilität

Die glasfaserverstärkte, halogenarme Ultramid®-Type von BASF erfüllt die Langzeitanforderungen der E-Mobilität. Grundlage dafür sind Untersuchungen zur Alterungsbeständigkeit von Kunststoffkomponenten … [Weiterlesen...] ÜberUltramid®-Polyamid besteht Langzeitanforderungen der E-Mobilität

Neue Recyclingpfade für leistungsfähige Geokunststoffe

Im Projekt Zirk-Tex des Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE entwickeln Forschende neue Ansätze zur Herstellung von Geokunststoffen und Dachbahnen aus bislang ungenutzten … [Weiterlesen...] ÜberNeue Recyclingpfade für leistungsfähige Geokunststoffe

Seitenspalte

Suche

Messekalender

  • LOGISTICS & AUTOMATION Bern

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Bern 2026 ist die größte Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss in der Schweiz. Sie präsentiert modernste […]

  • EMPACK Bern

    Die EMPACK Bern 2026 ist der einzigartige Treffpunkt der Verpackungsindustrie in der Schweiz und bildet den gesamten Verpackungsprozess entlang der […]

  • EMPACK Dortmund

    Die EMPACK Dortmund 2026 ist die regionale Fachmesse für die Verpackungsindustrie und bietet ein kompaktes Update zu den wichtigsten Innovationen […]

  • LOGISTICS & AUTOMATION Dortmund

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Dortmund 2026 ist die regionale Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss. Im Fokus stehen Produkte, Services und […]

  • maintenance Dortmund

    Die maintenance Dortmund 2026 ist die führende Fachmesse für industrielle Instandhaltung in Deutschland. Sie deckt das gesamte Spektrum moderner […]

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Newsletter-Archiv

Die aktuelle Ausgabe

NEUERSCHEINUNG

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Österreichische Chemie Zeitschrift und Lebensmittel-&Biotechnologie

  • SYNEQT bündelt Chemiepark-Infrastruktur
    am 16. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Mit dem Start der SYNEQT GmbH führt Evonik seit Jahresbeginn die Infrastruktur-Aktivitäten der Chemieparks Marl und Wesseling zusammen. Rund 3.500 Beschäftigte und ein Umsatz von etwa 1,8 Milliarden Euro machen SYNEQT zu einem der größten […]

  • GEA realisiert offene Pilotinfrastruktur für Fermentation
    am 16. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    GEA realisiert für die Biotechnology Fermentation Factory am NIZO Food Innovation Campus in Ede eine offene Pilotinfrastruktur für Fermentation in Lebensmittelqualität. Die Anlage ermöglicht die Validierung und Skalierung präzisions- und […]

  • PSI entwickelt Verfahren für stabile, langlebige Festkörperbatterien
    am 15. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Festkörperbatterien werden am Paul Scherrer Institut PSI mit einem neuen Verfahren stabiler und langlebiger. Durch mildes Sintern des Elektrolyten und eine gezielte Grenzflächenstabilisierung lassen sich Dendritenbildung und Leistungsabfall […]

  • Sprühbares Polymer eröffnet neuen Pflanzenschutz
    am 15. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Forschende der University of California San Diego haben ein sprühbares Polymer entwickelt, das neue Ansätze im Pflanzenschutz eröffnet. Die Beschichtung schützt Nutzpflanzen vor bakteriellen Infektionen, bleibt gasdurchlässig und erhöht ihre […]

  • Selectnutrition wird Teil von TER Chemicals
    am 14. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Selectnutrition wird Teil von TER Chemicals. Mit der Übernahme stärkt TER Chemicals seine Position im Food-&-Nutrition-Segment in der Schweiz und im gesamten DACH-Raum und richtet das Geschäft langfristig auf Wachstum aus. Der Beitrag […]

  • BASF nimmt Steamcracker in Zhanjiang termingerecht in Betrieb
    am 14. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Der Steamcracker am neuen BASF-Verbundstandort Zhanjiang ist termingerecht in Betrieb gegangen, nutzt für seine Hauptkompressoren ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen und liefert jährlich bis zu eine Million Tonnen Ethylen für […]

  • Lignin als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Lignin wird an der Universität Graz als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle genutzt. Chemische Verfahren auf Basis von Holzresten ermöglichen kürzere Synthesewege, geringeren Energieeinsatz und reduzierte Abfallmengen. Der Beitrag Lignin als […]

  • Brenntag stärkt Partnerschaft mit Women in Chemicals weltweit
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Excerpt: Die Partnerschaft zwischen Brenntag und Women in Chemicals wird 2026 global ausgebaut. Ziel ist es, Gleichstellung, berufliche Entwicklung und Vernetzung von Frauen in der chemischen Industrie durch internationale Programme, Konferenzen und […]

  • 40 Jahre wire Düsseldorf prägen die globale Drahtindustrie
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Die wire Düsseldorf feiert 40 Jahre als globale Leitmesse der Draht- und Kabelindustrie. Mit Wachstum, Internationalität und neuen Formaten wie dem wire & Cable FORUM setzt die wire 2026 weitere Impulse für Innovation, Nachhaltigkeit und […]

  • Bioraffineriekonzept erzeugt Flugzeugtreibstoff aus Tomatenresten
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Ein EU-Forschungsprojekt unter Leitung der TU Graz entwickelt ein integriertes Bioraffineriekonzept, das Restbiomasse aus der Tomatenproduktion vollständig verwertet und daraus nachhaltigen Flugzeugtreibstoff sowie Dünger, Tierfutter und Speiseöl […]

Footer

Zeitschrift

  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wer.Was.Wo

WelkinMedia Fachverlag

  • Österreichische Chemie Zeitschrift
  • Lebensmittel-&Biotechnologie
  • labor.at
  • WelkinMedia

Copyright © 2026 · WelkinMedia Fachverlag