Haidlmair setzt mit dataformers auf Digitalisierung im Werkzeugbau

Der Werkzeugmacher Haidlmair setzt als führendes Unternehmen seiner Branche voll auf Digitalisierung. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Linzer Softwareschmiede dataformers, ein Unternehmen der Haidlmair Group. Das gemeinsam entwickelte Monitoringsystem „Mould Monitoring 4.0“ ist ein Beispiel für Industrie 4.0 und das Internet der Dinge „Made in Oberösterreich“.
Der Nußbacher Werkzeugmacher Haidlmair fertigt Spritzgießwerkzeuge zur Herstellung von Lager- und Logistikbehältern, Getränkekästen, Paletten und Wertstoffbehälter. Dabei hat man ein Ziel: Höhere Produktivität beim Kunden. Dazu hat man gemeinsam mit der Linzer Softwareschmiede dataformers das Monitoringsystem „Mould Monitoring 4.0“ entwickelt. Es erlaubt eine umfassende Kontrolle des Werkzeuges im Spritzprozess: Mittels Sensoren können Kunden kritische Parameter wie Zykluszeit, Stückzahlen, Druck und Temperatur online genau im Auge behalten – ortsunabhängig und in Echtzeit.

Softwareentwicklung bei dataformers im Gewerbepark Urfahr.
Foto: dataformers

Zusätzlich werden die Kunden über erforderliche Wartungen benachrichtigt: Zur Ermittlung des optimalen Service-Zeitpunktes können die Sensordaten herangezogen werden, was zusätzliche Effizienz bringt.

Software aus Linz

Entwickelt wurde „Mould Monitoring 4.0“ gemeinsam mit der Softwareentwicklungsfirma dataformers im Linzer Gewerbepark Urfahr. Dort tüfteln rund 40 Softwareentwickler an innovativen Lösungen für Oberösterreichs Industrie, in Wien gibt es einen weiteren Standort. Seit etwa einem Jahr ist Haidlmair auch an dataformers beteiligt, die jetzt präsentierte Lösung ist das erste gemeinsame Großprojekt.

Ein Schlüssel zum Erfolg: Die große Breite an technologischen Schwerpunkten bei dataformers. So programmieren die Softwareentwickler einerseits Software, die mit Sensorik und Elektronik von Feuerlösch-Trucks „spricht“. Andererseits entwickelt dataformers auch Web-Lösungen und Apps für private Zielgruppen, etwa zur Wartung von Haustechnik-Geräten. Beim Haidlmair-Projekt konnte man diese Erfahrungen perfekt verbinden: Die Sensordaten werden über das Internet der Dinge an ein smartphone-taugliches Webportal gemeldet und dort visualisiert.
Damit Software von dataformers nicht nur hohe Performance liefert, sondern auch optisch ansprechend und intuitiv zu bedienen ist, arbeiten ein Grafiker und eine sogenannte User Experience-Designerin, also eine Expertin für das Nutzererlebnis, in den Projektteams mit.

Digitalisierungsschub

Gemeinsam arbeiten Haidlmair und dataformers an weiteren Digitalisierungsprojekten, etwa für die Bereiche Marketing, Logistik oder auch Qualitätsmanagement: Seit Anfang 2017 läuft die produktionsbegleitende Qualitätskontrolle bei Haidlmair papierlos. Zum Einsatz kommt die Checklisten-App „Testify“, die ebenfalls von dataformers entwickelt wird.