• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
  • Zur Fußzeile springen

Österreichische Kunststoffzeitschrift

Ihr Fachmagazin für Industrie und Forschung

  • Zeitschrift
    • Mediadaten
    • Themen 2026
    • Abonnement
    • Archiv
  • Kunststoff.direct
  • Messekalender
  • Stellenmarkt
    • Stellenangebote
    • Stellengesuche
  • Impressum
  • News-Archiv
    • 2017
    • 2018
    • 2019
    • 2020
    • 2021
    • 2022
    • 2023
    • 2024

Digital first – bei Rico wird zuerst simuliert

15. Juni 2020 von Kerstin Sochor

Der mechanische Zwilling zeigt, was der digitale geleistet hat:„Bevor wir ein reales Produkt entwickeln, testen wir es virtuell auf seine Funktionsfähigkeit. Ist es digital ausgereift, bauen wir ein Werkzeug und starten die Produktion. Der mechanische Zwilling folgt bei uns somit der digitalen Vorhut“, erklärt Martin Rapperstorfer, Vertriebsleiter der Rico Elastomere Projecting GmbH aus Österreich. Rico bildet mittels Simulationen einen kompletten Prozess im Vorhinein digital ab.

Digitales Durchspielen eines kompletten Prozesses

Rico ist Hersteller von Spritzgusswerkzeugen und Produzent von Silikon- und Mehrkomponententeilen. Ein üblicher Ablauf für die Herstellung eines Silikonproduktes ist die Werkzeugkonstruktion, der Formenbau, die Einstellung des Werkzeuges in der Anwendungstechnik und schließlich die Produktion. Doch Rico ist dem ganzen Prozess einen Schritt voraus. In dem das Unternehmen den Trial-and-Error Prozess schon vorab in digitaler Version betreibt, werden Einfahr- und Optimierungsprozesse in der Anwendungstechnik sowie die Parameterfindung für die Real-Produktion erleichtert.

Gut simuliert ist halb gebaut

Bei der Bauteileentwicklung betrachtet Rico zuerst die Machbarkeit des Produktes in Zusammenhang mit dem Werkzeugbau und der Serienproduktion. Danach folgt die Analyse mittels Simulationen. Eine gute Simulation beginnt schon bei der richtigen Materialauswahl. Rico verfügt über eine umfangreiche Materialdatenbank, in der Labor-Ergebnisse aus früheren Projekten mit neuen Entwicklungen der Materialhersteller vereint werden. Mittels Simulationen findet Rico perfekte Materialkombinationen, die den Anforderungen des Kundenproduktes entsprechen.

Rico-Vertriebsleiter Ing. Martin Rapperstorfer bekräftigt: „Simulationen leisten einen wesentlichen Beitrag zum Risk-Management. Sie sorgen für Ausfallsicherheit und Planbarkeit.“
Fotos: Rico

Die Finite Elemente Berechnung dient der Bauteilentwicklung und analysiert die Artikelauslegung. Risikofaktoren im Design werden eliminiert, mechanische Eigenschaften geprüft, Toleranzen für Spannung, Dehnung und Deformation festgelegt sowie Druckzustände und Verbaukräfte berechnet. Die Spritzgusssimulation untersucht ebenso die Füllung in den Kavitäten, Nachdruck sowie Schwindung und Verzug. „Die Ergebnisse aus der Simulation des Spritzgussprozesses liefern uns essentielle Erkenntnisse für unsere Serienwerkzeuge“, so Rapperstorfer.

Simulations- und Realergebnisse vernetzen – Aufbau einer Wissensdatenbank

Ergebnisse und Parameter aus den Simulationen werden von Rico verarbeitet und in der Anwendungstechnik eingespielt. Da Rico Werkzeuge an den Kunden verkauft oder selbst die Teileproduktion übernimmt, erleichtert dies die Übergabe der Werkzeuge in die Produktion. „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass unsere Werkzeuge funktionieren“, bekräftigt Vertriebschef Rapperstorfer.

Die Quintessenz ist aber, dass nicht nur einseitig agiert wird. Er betont: „Unser Laborleiter steht regelmäßig mit unseren Anwendungstechnikern an den Maschinen und entwickelt vor Ort mit.“ So lassen sich auch viele Rückschlüsse von der Praxis in das Labor ziehen, was zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess beiträgt. Simulations- und Realergebnisse werden vernetzt und die Wissensdatenbank permanent ergänzt und aufgewertet. Geht es z.B. um Haftungsthematiken zwischen den Materialien, wie etwa zwischen Flüssigsilikon (LSR) und Thermoplast (TP), bezieht sich Rico nicht nur auf die Angaben der Materialhersteller, sondern greift vor allem auf die eigenen Erfahrungswerte aus der Wissensdatenbank zurück.

Mehrere Funktionen in einem Bauteil vereinen

Rico entwickelt Bauteile in enger Abstimmung mit dem Kunden. „Wir möchten die Anwendung des Kunden verstehen und betrachten daher auch die Systeme rund um unseren Silikon- oder Mehrkomponententeil“, so Rapperstorfer. Immer wieder stellen die Entwickler von Rico dabei fest, dass sie Funktionen, die der Kunde ursprünglich in mehreren Bauteilen abbilden wollte, auch in einem Produkt vereinen können. „Die Funktionsintegration in ein Rico-Bauteil spart unserem Kunden Kosten, Einzelteile und Bauraum und wir liefern ihm auch hier ein simulationsgeprüftes Gesamtkonzept“, unterstreicht Rapperstorfer.

Rico Elastomere Projecting GmbH

Die Rico Elastomere Projecting GmbH mit Sitz in Thalheim bei Wels/Oberösterreich, ist Profi im Bau von Spritzgusswerkzeugen, der Automation und der Herstellung von Elastomerteilen. Spritzteile werden im Ein-, Zwei- oder Mehrkomponentenspritzguss hergestellt, verarbeitet werden Flüssig- (LSR) und Feststoffsilikone (HTV). Werkzeuge und Spritzteile finden ihre Anwendung in den verschiedensten Branchen, wie z.B. in der Sanitär- und Haushaltsindustrie, der Automobilbranche, der Medizintechnik oder der Elektronikindustrie.

www.rico.at

Rico Group GmbH

Die Rico Group ist ein globaler Premium-Komplettanbieter für individuelle Elastomer- und Kunststoffprojekte. Mit insgesamt vier Standorten in Österreich, der Schweiz und den USA bildet die Gruppe ein international schlagkräftiges Technologie- und Produktionsnetzwerk. Das Portfolio reicht von der Herstellung von Spritzgusswerkzeugen, über die Beratung bei der Bauteileentwicklung, bis hin zur Serienfertigung von kundenindividuellen Bauteilen. Der Fokus liegt dabei auf der Verarbeitung von Elastomeren, speziell von Flüssigsilikon (LSR) und Feststoffsilikon (HTV). Die Bauteile werden im Ein-, Zwei- oder Mehrkomponentenspritzguss hergestellt.

Kategorie: Allgemein, Anwendung, News Stichworte: Simulation, Spritzguss

Weitere Nachrichten

Produktionsreste werden zum Rohstoff

Rondo Plast, ein Unternehmen der Polykemi Group, bezieht im Rahmen einer seit 2015 bestehenden Kooperation regelmäßig Produktionsreste von Modulpac und nutzt diese weiter, anstatt sie thermisch zu … [Weiterlesen...] ÜberProduktionsreste werden zum Rohstoff

Partnerschaft schließt Kreislauf für Umreifungsbänder

re-strap und Teufelberger Strapping Solutions haben eine langfristige Partnerschaft geschlossen, um gebrauchte Umreifungsbänder aus dem deutschen Markt systematisch zu sammeln und hochwertig in die … [Weiterlesen...] ÜberPartnerschaft schließt Kreislauf für Umreifungsbänder

XELAMID als neue stoßmodifizierte PA-Familie

Mit XELAMID führt Xenia Materials eine neue Familie stoßmodifizierter Polyamide auf Basis von PA11 und PA12 ein und baut damit ihr Werkstoffportfolio gezielt aus. Die Materialreihe wurde entwickelt, … [Weiterlesen...] ÜberXELAMID als neue stoßmodifizierte PA-Familie

Dirk Musser übernimmt Führung bei KraussMaffei

Zum 1. April 2026 übernimmt Dirk Musser die Geschäftsführung der KraussMaffei Technologies und folgt damit auf Jörg Stech, der zum 31. März 2026 auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausscheidet. Mit dem … [Weiterlesen...] ÜberDirk Musser übernimmt Führung bei KraussMaffei

Seitenspalte

Suche

Messekalender

  • maintenance Schweiz

    The post maintenance Schweiz appeared first on Welkin Media Verlag.

  • SchraubTec Kattowitz

    The post SchraubTec Kattowitz appeared first on Welkin Media Verlag.

  • KPA Leipzig

    The post KPA Leipzig appeared first on Welkin Media Verlag.

  • SchraubTec Bochum

    The post SchraubTec Bochum appeared first on Welkin Media Verlag.

  • Fakuma

    The post Fakuma appeared first on Welkin Media Verlag.

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Newsletter-Archiv

Die aktuelle Ausgabe

NEUERSCHEINUNG

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Österreichische Chemie Zeitschrift und Lebensmittel-&Biotechnologie

  • Alkane
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Alkane sind gesättigte und somit stabile, acyclische Kohlenwasserstoffe, die ausschließlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Da sie nur Einfachbindungen enthalten, gehören sie zu den aliphatischen Verbindungen und folgen der allgemeinen […]

  • Oxidationszahl
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Eine sinkende Oxidationszahl zeigt eine Reduktion, eine steigende Zahl kennzeichnet eine Oxidation. Bei der Aufstellung von Redoxgleichungen genügt es, die sich ändernden Atome zu markieren. Elektronenanzahl und Ladungsbilanz müssen passen und […]

  • Amidierung
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Die Amidierung bezeichnet in der organischen Chemie die Bildung einer Amidbindung (–C(O)–N–) zwischen einer Carbonsäure bzw. einem carboxysäureartigen Derivat (z.B.: Nitril) und einem Amin oder Ammoniak. Ein mögliches Produkt ist ein […]

  • Biopolymere
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Biopolymere bilden eine vielfältige Stoffgruppe, die in lebenden Organismen entsteht und dort vielfältige Funktionen übernimmt. Sie dienen als strukturbildende Komponenten, Energiespeicher oder Informationsträger und prägen damit die […]

  • VUV-Strahlung
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    VUV-Strahlung bezeichnet das vakuumultraviolette Licht, also einen Abschnitt des elektromagnetischen Spektrums, der in seinem langwelligen Bereich unmittelbar an das nahe Ultraviolett anschließt. Diese Strahlung trägt Energien von mehr als 5 eV […]

  • Mittleres Infrarot (MIR)
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Mittleres Infrarot bezeichnet denjenigen Teil der Infrarotstrahlung, der zwischen dem nahen und dem fernen Infrarot liegt und vor allem mit der thermischen Strahlung bei üblichen irdischen Temperaturen verknüpft ist. Es handelt sich um […]

  • Kohlenhydrate
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Kohlenhydrate sind neben Proteinen und Lipiden eine der zentralen Stoffklassen des Lebens. Sie entstehen vor allem in der Photosynthese und stellen einen Großteil der weltweiten Biomasse dar. In allen Organismen sind sie an Energieversorgung (z. B. […]

  • Glucose
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Glucose ist ein natürlich vorkommender Einfachzucker und gehört zu den wichtigsten Kohlenhydraten im Stoffwechsel von Menschen, Tieren, Pflanzen und vielen Mikroorganismen. Chemisch handelt es sich um eine Aldohexose mit der Summenformel C6H12O6. […]

  • Enzym
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Enzym ist die Bezeichnung für einen biologischen Katalysator. Enzyme bestehen fast immer aus Proteinen und beschleunigen chemische Reaktionen in Zellen, ohne dabei selbst dauerhaft verbraucht zu werden. Viele Reaktionen könnten theoretisch auch […]

  • Lithium-Ionen-Akkumulator
    am 25. März 2026 von Lexikon (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Lithium-Ionen-Akkumulator ist ein Oberbegriff für wiederaufladbare Batteriesysteme, in denen Lithiumionen zwischen zwei festen Elektroden hin und her wandern und so elektrische Energie speichern. Sie zeichnen sich durch eine hohe spezifische […]

Footer

Zeitschrift

  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wer.Was.Wo

WelkinMedia Fachverlag

  • Österreichische Chemie Zeitschrift
  • Lebensmittel-&Biotechnologie
  • labor.at
  • WelkinMedia

Copyright © 2026 · WelkinMedia Fachverlag