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ENGEL Techtalk, Teil 2 – „Gemeinsam Stoffkreisläufe schließen „

17. Oktober 2019 von Kerstin Sochor

Verantwortung über Generationen hinweg – das gehört für ENGEL zum Selbstverständnis. Nachhaltigkeit ist beim Schwertberger Familienunternehmen seit jeher ein wichtiger Entwicklungstreiber. Im zweiten Teil des ENGEL Techtalks sprechen Dr. Stefan Engleder, CEO der ENGEL Gruppe, und Günther Klammer, Bereichsleiter Plastifiziersysteme und Recycling von ENGEL, über die Innovationskraft der Kreislaufwirtschaft und weshalb die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette in Zukunft noch wichtiger wird. 

Entwickelt sich die Kreislaufwirtschaft zum Innovationstreiber?

Stefan Engleder: Die Kreislaufwirtschaft ist bereits heute ein starker Innovationstreiber, und ich sehe gerade für uns europäische Unternehmen eine große Chance, als Vorreiter unsere Technologieführerschaft weiter auszubauen. Österreich und Deutschland gehörten zu den ersten Ländern, die Sammelsysteme für Kunststoffabfälle und entsprechende Recyclingkapazitäten aufgebaut haben. Mit unseren Erfahrungen können wir andere Länder auf diesem Weg unterstützen. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass auch wir in Zentraleuropa noch viel zu tun haben. Circular Economy ist eine weltweite Herausforderung mit regional unterschiedlichen Schwerpunkten.

Wo müsste in Europa noch stärker angesetzt werden?
Günther Klammer:
Um die Recyclingkapazitäten aufzustocken, brauchen wir nicht nur neue Anwendungen für Rezyklate, sondern langfristig auch noch bessere Sammelsysteme. Es reicht nicht, alle Kunststoffabfälle in den Gelben Sack zu stecken, so lange es kein gemeinsames Verständnis gibt, was hineingehört und was nicht. Von Kommune zu Kommune ist das unterschiedlich geregelt. Im Gelben Sack kommen bislang Kunststoffe zusammen, die man aufgrund ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften nicht miteinander verwerten kann. In Europa könnten wir durch Information und Aufklärung sowie durch eine klare und noch deutlichere Kennzeichnung auf den Verpackungen die Bevölkerung zum sinnvollen Trennen motivieren. Ebenso könnte man mit getrennter Sammlung die Wiederverwendung gezielt steuern. In Verbindung mit Design for Recycling und einer noch besseren Sortierqualität würde die Verarbeitung der aufbereiteten Kunststoffabfälle zu hochwertigen neuen Kunststoffprodukten vereinfacht und noch effizienter. Die Vorgaben der EU ließen sich so erreichen.

Stoffkreisläufe zu schließen, setzt eine noch engere Zusammenarbeit der Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette voraus. Wie lässt sich dieser Prozess weiter vorantreiben?

Günther Klammer: Die noch stärkere interdisziplinäre Zusammenarbeit ist essentiell, gerade wenn es um so übergreifende Herausforderungen wie Design for Recycling geht. Auch hier hilft uns Industrie 4.0. Die digitale Transformation, in der wir uns befinden, führt zur Gründung horizontaler Plattformen, die es uns ermöglichen, die Prozesse von der Rohstofferzeugung bis zum Recycling funktionsübergreifend entlang der vollständigen Wertschöpfungskette zu optimieren. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird damit noch einfacher, was der Kreislaufwirtschaft weiteren Schub verleiht.  

Stefan Engleder: Circular Economy kann nur funktionieren, wenn wir alle an einem Strang ziehen, Wenn wir uns als Branche noch stärker zusammenschließen und es uns gelingt, auch die Konsumenten mitzunehmen. Aus dieser Überzeugung haben wir das Global Commitment zur New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation unterzeichnet. Die Initiative vernetzt die weltweiten Akteure und verschafft unserem gemeinsamen Anliegen mehr Gehör.

ENGEL auf der K 2019: Halle 15, Stand C58

Kategorie: ENGEL Themenwoche, News

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  1. ENGEL Techtalk, Part 2 – "Closing material cycles together" | En24 News sagt:
    18. Oktober 2019 um 06:28 Uhr

    […] (){ window._mNDetails.loadTag("144156163", "300×250", "144156163"); }); } catch (error) {} Source link […]

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