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Industriell skalierbare Reinigung für den Kunststoff-3D-Druck

11. November 2022 von Birgit Fischer

Das 3D-Druck-Unternehmen Cubicure präsentiert seine Lösung für die industriell skalierbare Reinigung von additiv gefertigten Kunststoffbauteilen. So sollen Materialsparsamkeit und Arbeitssicherheit weiter erhöht werden sowie Unternehmen Zeit und Kosten in der Nachbehandlung sparen. Je nach Anwendung kann die Reinigungskette zudem individuell optimiert werden.

Die Reinigungsanlagen für 3D-gedruckte Kunststoffbauteile erhöhen Materialsparsamkeit und Arbeitssicherheit. | Foto: Cubicure
Die Reinigungsanlagen für 3D-gedruckte Kunststoffbauteile erhöhen Materialsparsamkeit und Arbeitssicherheit. | Foto: Cubicure

Erst im November 2021 hat Cubicure mit Cerion® ein 3D-Druck-System auf den Markt gebracht, das erstmals die stereolithographische Produktion industrieller Losgrößen erlaubt.

Nachhaltigere Produktion durch Materialrecycling

Cubicure präsentiert eine neuartige, individualisierbare Reinigungslösung für lichtbasierten 3D-Druck. Dadurch wird die industrielle Skalierung der Nachbehandlung von 3D-gedruckten Kunststoffbauteilen ermöglicht: Mehrere Millionen hochpräziser Komponenten werden so pro Jahr additiv gefertigt und gereinigt.

Der erste Reinigungsschritt ist das zentrifugale Abschleudern von Materialresten. Dieses von den Bauplattformen abgeschleuderte Restharz wird in einem Behälter gesammelt und kann unkompliziert zurück in den 3D-Druck-Prozess gebracht werden. „Schon jetzt ist Hot Lithography ein besonders materialsparender Prozess. Durch unsere Nachbehandlungslösungen kann nun auch überschüssiges Material aus der Bauteilreinigung ganz einfach wiederverwendet werden“, erklärt Dr. Bernhard Busetti, Produktmanager für 3D-Druck-Systeme bei Cubicure. „Dadurch arbeiten Unternehmen nachhaltiger und sparen Kosten.“

Sicheres und schnelles Postprocessing für industriellen 3D-Druck

In einem weiteren Schritt werden die additiv gefertigten Bauteile in einer energieeffizienten Reinigungsanlage aufbereitet. Diese ist mit einer Ultraschallfunktion ausgestattet, die feinstrukturierte Komponenten schonend säubert. Die Reinigungsflüssigkeit wird mit einer eingebauten Destillationseinheit rezykliert, damit auch bei sehr großem Durchsatz möglichst wenig neues Lösungsmittel zugeführt werden muss. Eine Feinreinigung kann mittels Heißdampfs erfolgen. Abschließend werden die Bauteile in einem Vakuumverfahren getrocknet. Da die Reinigung vollautomatisiert in einem geschlossenen Bereich stattfindet, erhöht der Einsatz einer solchen Reinigungsanlage auch die Arbeitssicherheit. Die Vereinzelung der gedruckten Bauteile erfolgt dabei anwendungsspezifisch direkt nach dem Druck, zwischen den Reinigungsschritten, oder erst am Ende der gesamten Prozesskette.

Mit der 3D-Druckanlage Cerion von Cubicure werden jetzt Kunststoffbauteile auf Knopfdruck und in Serie werkzeuglos gefertigt. | Foto: Cubicure
Mit der 3D-Druckanlage Cerion von Cubicure werden jetzt Kunststoffbauteile auf Knopfdruck und in Serie werkzeuglos gefertigt. | Foto: Cubicure

Die Reinigungslösungen von Cubicure bedeuten einen weiteren Schritt auf dem Weg zur volldigitalen Fertigung. Mit der nachhaltigen Reinigung der Kunststoffbauteile konnte eine zukunftssichere Lösung für die Integration additiver Fertigung in moderne industrielle Produktionsprozesse gefunden werden.

Über Cubicure

Cubicure GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Systemlösungen für den industriellen 3D-Druck von Kunststoffteilen. Mit Wurzeln in der Hochschulforschung und dem Anspruch, die digitale Zukunft der Industrie mitzugestalten, stellt das Wiener Unternehmen seit 2015 die Weichen für eine agile Produktion. Das Hot Lithography Verfahren ermöglicht die noch nie dagewesene additive Fertigung von widerstandsfähigen Präzisionsbauteilen.

Kategorie: Additive Fertigung, News Stichworte: 3DDruck, Cubicure, Kunststoffbauteile, Reinigung

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