• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
  • Zur Fußzeile springen

Österreichische Kunststoffzeitschrift

Ihr Fachmagazin für Industrie und Forschung

  • Zeitschrift
    • Mediadaten
    • Themen 2026
    • Abonnement
    • Archiv
  • Kunststoff.direct
  • Messekalender
  • Stellenmarkt
    • Stellenangebote
    • Stellengesuche
  • Impressum
  • News-Archiv
    • 2017
    • 2018
    • 2019
    • 2020
    • 2021
    • 2022
    • 2023
    • 2024

Sharkskin: Neuartige Oberflächen-Technologie von Lufthansa Technik und BASF

6. Mai 2021 von Birgit Fischer

Die neuartige Oberflächen-Technologie Sharkskin von Lufthansa Technik und BASF verbessert die Treibstoffeffizienz in der Luftfahrtindustrie. Der Oberflächenfilm „AeroSHARK“, der der feinen Struktur von Haifischhaut nachempfunden ist, soll ab Anfang 2022 auf der gesamten Frachterflotte der Lufthansa Cargo zum Einsatz kommen und macht die Flugzeuge noch sparsamer und emissionsärmer.

Je geringer der Reibungswiderstand eines Flugzeugs in der Luft ist, desto geringer ist auch der Treibstoffverbrauch. Nach dem Vorbild der Natur forscht die Luftfahrtindustrie schon seit langem intensiv an einer Verringerung des Luftwiderstands. In einem Gemeinschaftsprojekt ist Lufthansa Technik und BASF der Durchbruch gelungen.

Sharkskin Technologie optimiert Aerodynamik

Die Oberflächenstruktur, die aus rund 50 Mikrometer großen Rippen – den sogenannten Riblets – besteht, imitiert die Eigenschaften von Haifischhaut und optimiert so die Aerodynamik an strömungsrelevanten Stellen des Flugzeuges. Dadurch wird insgesamt weniger Treibstoff benötigt. Für den Einsatz an den zehn Frachtflugzeugen vom Typ Boeing 777F der Lufthansa Cargo rechnet Lufthansa Technik dadurch mit einer Reibungsverminderung von mehr als einem Prozent. So werden jährliche Einsparungen von rund 3.700 Tonnen Kerosin und fast 11.700 Tonnen CO2-Emissionen möglich. Hochgerechnet auf die gesamte Lufthansa Cargo-Flotte entspricht der jährlich eingesparte CO2-Ausstoß 48 einzelnen Frachtflügen von Frankfurt nach Shanghai.

Christina Foerster | Foto: Lufthansagroup

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft ist ein zentrales strategisches Thema für uns. Bei der Einführung umweltfreundlicher Technologien haben wir seit jeher eine führende Rolle. Die neue Sharkskin-Technologie für Flugzeuge zeigt, was starke Partner mit großer Innovationskraft gemeinsam für die Umwelt erreichen können. Das unterstützt uns bei dem Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden.

Christina Foerster, Vorständin der Deutschen Lufthansa AG

„Die Luftfahrtindustrie steht vor ähnlichen Herausforderungen wie die Chemieindustrie: Trotz eines hohen Energiebedarfs müssen kontinuierlich Fortschritte beim Klimaschutz erzielt werden. Unsere enge Zusammenarbeit und die gelungene Kombination unseres Know-hows in Oberflächendesign und Aerodynamik hat uns nun einen großen Schritt voran gebracht. Dies ist ein herausragendes Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit, erreicht durch partnerschaftliche Zusammenarbeit und innovative Technologien“, sagt Dr. Markus Kamieth, Vorstandsmitglied der BASF.

Sharkskin Technologie: Flugzeug Außenfläche ohne (links) und mit (rechts) Riblet-Oberfläche | Foto:  Lufthansa Technik AG / Sonja Brueggemann
Flugzeug Außenfläche ohne (links) und mit (rechts) Riblet-Oberfläche | Foto: Lufthansa Technik AG / Sonja Brueggemann

„Im Rahmen unserer Umweltstrategie haben wir uns ehrgeizige Ziele gesteckt. Neue Ansätze wie die Sharkskin-Technologie helfen uns, diese zu erreichen und den CO2-Fußabdruck unserer modernen Flotte zusätzlich zu reduzieren. Damit unterstützen wir auch das Nachhaltigkeitsziel ‚Climate Action‘ der Vereinten Nationen, dem wir uns neben weiteren Zielen verpflichtet haben“, erklärt Dorothea von Boxberg, Vorstandsvorsitzende von Lufthansa Cargo.

Lufthansa Technik verantwortet in der Kooperation mit BASF die Spezifikation des Materials, die luftrechtliche Zulassung sowie die Durchführung der Flugzeugmodifikationen, die im Rahmen regulärer Instandhaltungs-Liegezeiten erfolgen. Mit jahrzehntelanger Expertise als zugelassenem Luftfahrt-Entwicklungsbetrieb wird das Unternehmen für die 777F ein für den Betrieb notwendiges Supplemental Type Certificate (STC) bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) erwirken.

Bestimmte Bereiche, zb. um Sensoren, werden nicht von Sharkskin bedeckt. | Foto: Lufthansa Technik AG / Sonja Brueggemann
Bestimmte Bereiche, zb. um Sensoren, werden nicht von Sharkskin bedeckt. | Foto: Lufthansa Technik AG / Sonja Brueggemann

„Schon seit jeher nutzen wir unsere große Expertise als Weltmarktführer für flugzeugtechnische Dienstleistungen auch dazu, einen Beitrag zur Senkung des ökologischen Fußabdrucks unserer Branche zu leisten. Dabei können wir allen Flugzeuggenerationen signifikante Einsparpotenziale abringen“, erklärt Dr. Johannes Bußmann, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Technik AG. „Daher bin ich sehr stolz, dass wir die positiven Erkenntnisse des Praxistests bald mit Lufthansa Cargo in den Serieneinsatz überführen können. Die ausgesprochen konstruktive Zusammenarbeit mit der BASF ist zudem das beste Beispiel für eine branchenübergreifende Kooperation im Dienste der Nachhaltigkeit des Luftverkehrs.“

Der Unternehmensbereich Coatings der BASF entwickelt in seiner „Beyond Paint Solutions„-Einheit innovative, funktionale Filme – wie zum Beispiel die Riblet-Oberflächen. Gemeinsam mit Lufthansa Technik wurde eine Lösung realisiert, die die strengen Anforderungen der Luftfahrt erfüllt. Bei der Anwendung im Luftverkehr sind Außenflächen unter anderem starken UV-Strahlungen sowie Temperatur- und Druckschwankungen in großen Höhen ausgesetzt. BASF hat deshalb bei der Entwicklung den Fokus auf extreme Widerstandsfähigkeit und Wetterfestigkeit gelegt. Entscheidende Kriterien für eine Anwendung im Luftfahrtbetrieb sind eine einfache Anbringung und Handhabung, sowie eine unkomplizierte Reparaturfähigkeit, wofür ein maßgeschneidertes Konzept entwickelt wurde.

„Als Experten für Oberflächen setzen wir maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden um. Mit der innovativen Sharkskin-Technologie unterstützen wir Lufthansa dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Luftfahrt ein stückweit umweltfreundlicher zu machen“, sagt Dirk Bremm, Leiter des BASF Unternehmensbereichs Coatings und in dieser Position auch für funktionale Filme verantwortlich.

 Sharkskin wird auf eine Boeing 747-400s aufgetragen | Foto: Lufthansa Technik AG / Sonja Brueggemann
Sharkskin wird auf eine Boeing 747-400s aufgetragen | Foto: Lufthansa Technik AG / Sonja Brueggemann

Die Luftfahrtindustrie forscht bereits seit langem intensiv an einer Haifischhaut für Flugzeuge, jedoch oft nur im kleinen Maßstab. Lufthansa Technik und BASF hatten Ende 2019 erstmals die untere Rumpfhälfte einer Lufthansa Boeing 747-400 mit 500 Quadratmetern einer solchen, gemeinsam entwickelten Haifischhaut-Oberfläche ausgestattet und diese Modifikation von der EASA zertifizieren lassen. Dieses Flugzeug (Registrierung D-ABTK) hat das Einsparpotenzial der Technologie anschließend im regulären Liniendienst auf der Langstrecke in mehr als 1.500 Flugstunden validiert. Dabei ließ sich zweifelsfrei belegen, dass die Emissionen durch die Sharkskin-Modifikation um rund 0,8 Prozent verringert wurden. Für die Boeing 777F wird mit höheren Einsparpotenzialen gerechnet, da das Auftragen hier noch großflächiger erfolgt, unter anderem aufgrund der beim Frachtflugzeug nicht vorhandenen Fensterreihen. Bei der Validierung der Einsparungen kommt eine von Lufthansa Technik entwickelte Software-Lösung für Verbrauchsanalysen zum Einsatz, mit dem sich die Wirksamkeit verschiedenster Flugzeug-Modifikationen auf Basis umfangreicher Daten zuverlässig belegen lässt.

Lufthansa Technik und BASF beabsichtigen, die neue Technologie konsequent in Richtung zusätzlicher Flugzeugtypen und noch größerer Flächen weiterzuentwickeln, so dass sie Airlines auf der ganzen Welt zukünftig noch umfangreicher beim Erreichen ihrer Emissionsziele unterstützen kann. In ersten Modellrechnungen ließen sich mit der Haifischhaut-Technologie in ihrer maximalen Ausbaustufe sogar CO2-Emissionen im Umfang von bis zu drei Prozent vermeiden.

Kategorie: Forschung, News Stichworte: AeroShark, BASF, coatings, Lufthansa, Sharkskin

Weitere Nachrichten

MSV zeigte umfassende Impulse für die industrielle Transformation

Die 66. MSV bot im Oktober 2025 einen weitreichenden Überblick über aktuelle Entwicklungen der Industrie und stellte die Bedeutung technologischer Veränderungsprozesse in den Mittelpunkt. Dabei … [Weiterlesen...] ÜberMSV zeigte umfassende Impulse für die industrielle Transformation

MDX Serie unterstützt EU-konforme Kunststoffverarbeitung

MEAF hat die MDX Serie entwickelt, um die Aufbereitung recycelter Thermoplaste auf Basis der patentierten Xtender-Technologie weiter zu verbessern. Die MDX Systeme ermöglichen Herstellern, … [Weiterlesen...] ÜberMDX Serie unterstützt EU-konforme Kunststoffverarbeitung

Flexloop optimiert Reinigung im mechanischen Recycling

Flexloop integriert einen lösungsmittelgestützten Extraktionsschritt in bestehende mechanische Recyclingprozesse und ermöglicht die Entfernung von Verunreinigungen aus Polymerketten. Dadurch lassen … [Weiterlesen...] ÜberFlexloop optimiert Reinigung im mechanischen Recycling

Erster digitaler Umwelttag des VDMA Österreich

Der VDMA Österreich richtet erstmals einen digitalen Umwelttag aus, der den Umweltschutz im Maschinen- und Anlagenbau in zwei Sessions systematisch aufgreift. Expertinnen und Experten aus Verband, … [Weiterlesen...] ÜberErster digitaler Umwelttag des VDMA Österreich

Seitenspalte

Suche

Messekalender

  • LOGISTICS & AUTOMATION Bern

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Bern 2026 ist die größte Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss in der Schweiz. Sie präsentiert modernste […]

  • EMPACK Bern

    Die EMPACK Bern 2026 ist der einzigartige Treffpunkt der Verpackungsindustrie in der Schweiz und bildet den gesamten Verpackungsprozess entlang der […]

  • EMPACK Dortmund

    Die EMPACK Dortmund 2026 ist die regionale Fachmesse für die Verpackungsindustrie und bietet ein kompaktes Update zu den wichtigsten Innovationen […]

  • LOGISTICS & AUTOMATION Dortmund

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Dortmund 2026 ist die regionale Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss. Im Fokus stehen Produkte, Services und […]

  • maintenance Dortmund

    Die maintenance Dortmund 2026 ist die führende Fachmesse für industrielle Instandhaltung in Deutschland. Sie deckt das gesamte Spektrum moderner […]

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Newsletter-Archiv

Die aktuelle Ausgabe

NEUERSCHEINUNG

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Österreichische Chemie Zeitschrift und Lebensmittel-&Biotechnologie

  • Color TOC erweitert farbige Beschichtungen im Coil-Coating
    am 5. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Henkel erweitert das TOC-Verfahren um Color TOC, eine farbige Beschichtungslösung, die Schutzleistung und markenrelevantes Design für Metalloberflächen im Coil-Coating vereint. Der Beitrag Color TOC erweitert farbige Beschichtungen im […]

  • GEA AWP launcht ValveCalc 9.0
    am 5. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    ValveCalc 9.0 erweitert das Auslegungsprogramm von GEA AWP um neue Module, aktualisierte Normen, moderne Bedienfunktionen und eine Cloudlösung. Die Version bietet zusätzliche Vergleichsmöglichkeiten und erleichtert die Projektübersicht. Der […]

  • Energieeffizienz als zentraler Faktor für Süßwaren- und Snackanlagen
    am 4. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Auf der ProSweets Cologne 2026 rückt Energieeffizienz in der Süßwaren- und Snackindustrie stärker denn je in den Mittelpunkt. Steigende Energiekosten, regulatorische Vorgaben und Klimaschutzziele führen dazu, dass Hersteller ihre […]

  • Einreichungsstart für den Innovationspreis „Best CO₂ Utilisation“
    am 4. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Ab sofort können Unternehmen ihre Beiträge für den Innovationspreis „Best CO₂ Utilisation“ 2026 einreichen. Die Auszeichnung wird im Rahmen der CO₂-based Fuels and Chemicals Conference vergeben, die am 28. und 29. April 2026 in Köln […]

  • Klimahöfe-Initiative untersucht Wege zu emissionsarmer Milch
    am 3. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Die Klimahöfe-Initiative von Dr. Oetker, Molkerei Gropper und Moers Frischeprodukte prüft auf sechs Höfen, welche Maßnahmen die Milchproduktion emissionsärmer machen können, und bewertet ihre Wirkung auf Klima, Tierwohl und […]

  • BASF und ExxonMobil entwickeln Methanpyrolyse gemeinsam weiter
    am 3. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    BASF und ExxonMobil treiben die Methanpyrolyse durch eine strategische Kooperation und eine geplante Demonstrationsanlage voran, um die Technologie für emissionsarmen Wasserstoff industriell nutzbar zu machen. Der Beitrag BASF und ExxonMobil […]

  • DECA Award 2025 prämiert das Projekt AHEAD
    am 2. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Die Auszeichnung mit dem DECA Award 2025 würdigt das NEFI-Projekt AHEAD und seine technologischen Fortschritte bei CO₂-freier Dampferzeugung für industrielle Anwendungen. Der Beitrag DECA Award 2025 prämiert das Projekt AHEAD erschien zuerst […]

  • KISSSEs verbessert Laserprozesse für effiziente Elektrolyseure
    am 2. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Mit dem Projekt KISSSEs entsteht im Rheinischen Revier eine neue Technologieplattform, die die Herstellung von Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren kostengünstiger gestalten soll. Das Fraunhofer ILT und regionale Partner bündeln dafür ihre […]

  • Ecoplanta wird Europas erste Abfall-zu-Methanol-Anlage
    am 1. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Die Chemie Zeitschrift Österreichs)

    Repsol baut mit Ecoplanta eine Anlage, die kommunale Abfälle per Gasifizierung zu Methanol und kreislauforientierten Produkten verarbeitet. Die Anlage soll jährlich bis zu 400.000 Tonnen nicht recycelbare Siedlungsabfälle verarbeiten und daraus […]

  • Greiner Bio-One stärkt Führung mit neuem CEO Sebastian Heiner
    am 1. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Greiner Bio-One vollzieht einen Wechsel in der Führung: Sebastian Heiner übernimmt als CEO die Leitung und folgt auf Ilke Panzer. Der Beitrag Greiner Bio-One stärkt Führung mit neuem CEO Sebastian Heiner erschien zuerst auf Lebensmittel- & […]

Footer

Zeitschrift

  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wer.Was.Wo

WelkinMedia Fachverlag

  • Österreichische Chemie Zeitschrift
  • Lebensmittel-&Biotechnologie
  • labor.at
  • WelkinMedia

Copyright © 2025 · WelkinMedia Fachverlag